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Zwei Millionen Euro für nichtkommerzielle Sender

Mit dem zusätzlichen Geld der Bundesregierung soll lokale und regionale Information der Freien Radios in Zeiten von Corona gestärkt werden.
© Pixabay

Eine lebendige und reife Demokratie wie in Österreich braucht kritische Medien und den Diskurs

Die Corona-Epidemie trifft die Medienbranche hart. Zwar werden Medien derzeit intensiv genutzt, aber gleichzeitig ist auch der Aufwand für eine hohe journalistische Qualität in Zeiten der Krise gestiegen und vielen kommerziellen Medien bricht auch die Geschäftsgrundlage weg. Deshalb hat die Bundesregierung eine Medien-Sonderförderung von insgesamt 32 Millionen Euro beschlossen, die an kommerzielle Privatsender, Tageszeitungen, Wochenzeitungen fließt. Zwei Millionen gehen dabei auch an nicht-kommerzielle Privatsender. Helga Schwarzwald, Geschäftsführerin des Verbands Freier Radios Österreich: „Die vergangenen Tage zeigten, wie wichtig qualitativ hochwertiger Lokaljournalismus funktioniert. Besonders die Freien Radios leisten hier einen wichtigen Beitrag, um den großen Informationsbedarf der Menschen unabhängig und mehrsprachig zu decken. Die Sonderförderung für die nicht-kommerziellen Medien ist ein wichtiger Schritt, damit während der Pandemie die Arbeit auf lokaler Ebene unter Einbindung der Menschen vor Ort und in verschiedenen Sprachen in der hohen Qualität fortgesetzt werden kann.“

Solidarität und Vernetzung

Die Freien Radios haben viel Erfahrung in der Selbstorganisation und setzen schon seit der Gründung auf das Thema Solidarität. Schwarzwald: „Die Programme der Freien Medien bieten gerade in Zeiten des Abstandhaltens einen Raum für Begegnung und Gemeinsamkeit besonders auch für diejenigen, die nicht im Netz zu Hause sind.“ Die Freien Radios haben bereits hunderte aktuelle, vielfältige, weiterbildende und mehrsprachige Sondersendungen rund um Aspekte der Corona Pandemie produziert, die kostenlos in der Radiothek der Freien Radios auch weiterhin gehört und geteilt werden können. „Gerade weil Weiterbildung und Kulturveranstaltungen nicht mehr wie geplant stattfinden können, kam es einerseits zu beträchtlichen Einbrüchen in wichtigen Tätigkeitsfeldern. Andererseits übersiedelten zahlreiche künstlerische Events gerade in die Freien Medien, um auch weiter ihr Publikum zu erreichen. Ein wichtiges Signal für die vitale heimische Kulturszene, die besonders hart von der aktuellen Krise getroffen wird“, so Schwarzwald.

 

 

 

APA/red

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