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Zukunft bringt mehr Qualität im Digitalmarketing

Beim „Digi Talk“ des iab austria diskutierten Experten am Donnerstag über die Auswirkungen, ein neues Marktgefüge, Ansprüche an die Kreation und den zu erwartenden Qualitätsschub.
© iab austria - interactive advertising bureau

Cosima Serban

Nach aktuellem Stand wird die ePrivacy-Verordnung mit einer zweijährigen Übergangsphase erst 2024 in Kraft treten. Trotzdem sind Digitalmarketer jetzt schon gut beraten, sich mit der Zukunft des Datenschutzes zu befassen. Etwas Grund zum Aufatmen gibt es: Der User-Consent wird im aktuellen Entwurf über die Browser-Einstellungen gestellt. Ebenso bleiben Consent Tracking Walls erlaubt, bei denen User zwischen der Akzeptanz von Cookies und anderen Formen der Abgeltung für den konsumierten Content wählen können. Die Verarbeitung technisch erforderlicher Cookies bleibt ohne expliziter Zustimmung legitim.

Cookie-Banner alleine sind nicht ausreichend, da User zu den unterschiedlichen Arten von Cookies separat zustimmen können müssen. iab-austria-Vizepräsidentin Cosima Serban sieht Veränderungen auf das Agenturgeschäft zukommen, weil sich neue Zuständigkeiten im Umgang mit Daten ergeben. Kampagnenmanagement wird noch komplexer werden, weil die Datenerhebung diffiziler wird. Sie sieht ein Revival traditioneller Kanäle wie E-Mail-Marketing. Der strategische Umgang mit Daten rückt in den Fokus des Agenturalltags, wo ein hoher Bedarf an Datenexperten entstehen wird. Karin Fauland (Engage Datasolution) rät zur Implementierung von First-Party-Data-Solutions, um frühzeitig einen soliden Datenstamm aufzubauen. Publisher müssen jetzt Inventar auf Firefox und Safari erschließen und ID-Lösungen implementieren. Sie erwartet durch die technologischen Neuerungen einen Qualitätsschub und mehr Transparenz am Markt. Im programmatischen Buchungsprozess hatten Publisher in der Vergangenheit wenig Einfluss auf die ausgespielte Werbung in ihrem Contentumfeld. Sie sieht einen Vorteil in der Langlebigkeit der First-Party-Cookies, weil dadurch langfristige Kundenbeziehungen aufgebaut und Veränderungen im Userverhalten nachvollzogen werden können.

Retargeting wird durch den Wegfall der Third-Party-Cookies zur aussterbenden Gattung werden. Derzeit befindet sich die Industrie in einem Annäherungsprozess, um Lösungen zu entwickeln. Stefan Santner (Didomi) empfiehlt, das Jahr 2021 zu nutzen, um die individuell sinnvollen Möglichkeiten zu erforschen, um für die Umstellung in Googles Chrome-Browser gewappnet zu sein. Wohin die Reise gehen kann, zeigte Mercedes-Benz kürzlich beim Launch eines neuen E-Autos, wo User im „Privacy Center“ nicht nur das Lenkrad, sondern auch die Kontrolle über ihre Daten übernehmen.

7. 5. 2021 / gab
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