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Zelman-Preis an Olga Kronsteiner

Mit akribischer Recherche hat Kronsteiner dazu beigetragen, das Bewusstsein in Bezug auf die Shoah zu schärfen, so die Jurybegründung.
© Heribert Corn

Mit dem nach Leon Zelman (1928–2007) benannten Preis werden Personen oder Initiativen ausgezeichnet, die sich für die Erinnerung an die Shoah einsetzen.

„Mit Engagement und Empathie für die Opfer der NS-Verfolgung und deren Nachkommen gelingt es Olga Kronsteiner, nachhaltiges Interesse für ein komplexes Thema auch bei einem ungewohnt breitem Publikum zu wecken.“ Der mit 5.000 Euro dotierte Zelman-Preis wird seit 2013 jährlich an Personen oder Initiativen vergeben, die sich für die Erinnerung an die Schoah und den Dialog zwischen dem heutigen Österreich und den Opfern der NS-Verfolgung und ihren Nachkommen einsetzen. Die Auszeichnung erinnert an den 2007 verstorbenen Leon Zelman, den Mitbegründer der Zeitschrift „Das Jüdische Echo“, der 1980 den „Jewish Welcome Service“ ins Leben rief, eine Initiative, die Besuchsprogramme für aus Wien vertriebene Jüdinnen und Juden sowie deren Nachkommen organisiert.

Jahrelanges Engagement

Mit der diesjährigen Preisträgerin Olga Kronsteiner zeichnet die Jury eine Journalistin aus, die sich seit vielen Jahren in ihren Texten zu Kunst und Kultur umfassend mit der Entrechtung, Beraubung, Vertreibung und Verfolgung Wiener Jüdinnen und Juden auseinandersetzt. In ihren Artikeln legt sie immer wieder in Tradition des großen Journalisten Hubertus Czernin den Fokus auf die österreichische NS-Vergangenheit. Sie thematisiert Fragen der Provenienzforschung und Restitution, porträtiert vertriebene wie ermordete Sammler und berücksichtigt dabei nicht nur öffentliche Museen, sondern auch den privaten Kunsthandel, Auktionshäuser und Galerien.
Verliehen wird der Preis am 17. Juni im Wiener Rathaus.

 

 

 

APA/red

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