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Zeit für „Zuckerbrot“

Ein starkes Sujet sagt mehr als 100.000 Covidioten. Treffen Sie bitte jetzt Ihre Wahl.

Ende 2020 war ich überzeugt davon, dass ich das schwierigste Berufsjahr meines Lebens überstanden habe.
Vielleicht noch ein paar Wochen im Lockdown. Dann ist es ausgestanden. Weil wir plötzlich eine Impfung hatten. Und damit die große Chance, das Virus zu besiegen. Unsere einzige Chance. Jetzt, 2021, bin ich mir nicht mehr so sicher, ob das nächste Jahr ein Spaziergang wird. Zu viel läuft in der schwierigsten Wirtschaftsphase der Zweiten Republik hierzulande schief. Aber wie soll unser Land die anstehenden Probleme „derstemmen“, wenn wir alle drei Wochen die Führungsspitze wechseln (noch drei Kanzler, und das Christkind ist da), wenn Bund und Länder uneins sind, wenn unbelehrbare Covidioten, der Sud der heimischen Gesellschaft, sich gegen jede Logik, gegen Medizin, Wissenschaft und Empirie querlegen. Einfach so. Wenn Rechtsextreme Aufwind bekommen und skrupellose Politiker vom allgemeinen Chaos zu profitieren trachten. Unsere Regierung setzt dagegen auf Härte und Strafe. Und auf die allgemeine verbindliche Impfpflicht.Wenn 43.000 Demonstranten allein in Wien auf die Straße gehen, dann mag das beeindruckend sein. Diese Zahl wird freilich ganz schnell relativ, wenn man dagegen hält, dass 72,5 Prozent unserer Bevölkerung (sprich knapp 6,5 Millionen Menschen) hierzulande bereits geimpft sind.

Das Handicap dabei: Jene, die für die Impfpflicht eintreten, die mitmenschlich agieren, die ein vergleichsweise geringes Risiko auf sich nehmen, haben Angst. Sie schweigen. Angesichts der Verbalinjurien (Worte sind Waffen) halten die sich nobel zurück. Frei nach dem österreichischen Prinzip: „Nur net anstreifen.“

Zu groß ist der Hass, zu groß sind Verbalinjurien und Ausfälligkeiten der – völlig enthemmt agitierenden –  Schwurbler und Verschwörungs-Verbreiter. Der legendäre Fußballtrainer Max Merkel hat seinen Erfolg seinerzeit so definiert: „Man muss die Spieler mit Zuckerbrot und Peitsche motivieren.“ Merkels internationale Erfolge gaben dem Startrainer recht.

Wenn die Regierung nun die Peitsche in die Hand genommen hat (ja, ich bin auch für eine generelle Impfpflicht und habe dafür Tausende Beschimpfungen und etliche Morddrohungen einstecken müssen – lasse mich aber von meiner Überzeugung nicht um die Burg abbringen), dann müssen wir jetzt auf Zuckerbrot setzen. Gemeinsam mit den Kreativen dieses Landes. Auf Motivation. Auf die Werbung. Auf die Kraft der Bilder. Auf gute Slogans.

Auf www.extradienst.at können Sie ab dem 15.12.2021 Ihre Lieblings-Kampagne küren. Online. Jenem Sujet, das Sie am meisten anspricht, Ihre Stimme geben. für jene Idee voten, von der Sie glauben, dass sie die beste Wirkung zeigen wird. Dass sie überzeugt. Ende Jänner 2022 werden wir dann gemeinsam mit einer Expertenjury unter starker Einbeziehung Ihrer Votings die stärkste Kampagne küren.

Und die geht dann durch die Medien.

Versprochen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute für das Jahr 2022. In dem wir voller Stolz 40 Jahre ExtraDienst feiern dürfen. Hoffentlich alle bei guter Gesundheit. Mit Ihnen gemeinsam, geschätzte Abonnenten, Leser, Inserenten, Unterstützer und Förderer, sprich jener, die all die Jahre an uns geglaubt und uns unterstützt haben, war dies möglich. Dafür darf ich Ihnen an dieser Stelle schon allerherzlichst danken. Ich wünsche Ihnen für das nächste Jahr „bon courage“. Wir werden das alle brauchen.

Herzlichst Ihr

Christian W. Mucha

Herausgeber

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