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YouTube – 2,2 Mio. falsche Urheberrechtsansprüche

Der "Copyright Transparency Report“ gibt Aufschluss über - unzureichende - Maßnahmen seitens der Plattform.
©unsplash

YouTubes „Content ID“ erkennt automatisch Urheberrechtsverletzungen.

In der ersten Jahreshälfte 2021 wurde auf 2,2 Millionen Videos auf YouTube zu Unrecht ein Urheberrechtsanspruch gestellt. Das zeigten die neusten Daten des „Copyright Transparency Report“, der Creators ab sofort alle sechs Monate Einblick in die Urheberrechtsmaßnahmen der Plattform gibt. Das enrspricht allerdings nur weniger als einem Prozent der insgesamt 729 Millionen Urheberrechtsansprüchen zwischen Jänner und Juli 2021. Davon wurden über 99 Prozent vom hauseigenen „Content ID“-Tool auf der Plattform entdeckt – damit erkennt YouTube automatisch potenzielle Urheberrechtsverletzungen. Zudem wurde nur in unter einem Prozent aller Fälle Einspruch gegen die Meldungen erhoben – davon wurden dann über 60 Prozent, also eben 2,2 Millionen Fälle, zugunsten der Video-Uploader entschieden.

Ein Anspruch auf Urheberrecht ist allerdings nicht gleichzusetzen mit einem Urheberrechtsverstoß. Ersteres stellt lediglich einen Hinweis dar, dass in einem Video registrierte und nicht-lizenzfreie Werke entdeckt wurden. Außerdem können die ursprünglichen Inhalts-Ersteller dann weitere Maßnahmen einleiten. Im Falle von YouTube wären dies etwa eine Löschung des Videos, das verfolgen der Zuschauerstatistiken oder die Beanspruchung des Rechteinhabers auf die Auszahlung der generierten Werbeeinnahmen.

Kritik von YouTubern

Seit Anfang diesen Jahres stellt YouTube seinen Creators ein Tool an, mit dem sie ihre Videos auf potenzielle Urheberrechtsverletzungen testen und in weiterer Folge bestimmte Teile der Videos entfernen können. Dennoch herrscht seitens der Content-Ersteller schon seit längerem Kritik an YouTubes Umgang mit Urheberrechtsverletzungen und dem Strike-System. Letzteres bedeutet, dass man bei bestimmten Verletzungen der Plattform-Richtlinien eine bestimmte Zeit lang nichts hochladen kann. Nach drei „Strikes“ innerhalb kurzer Zeit wird der Kanal unwiderruflich gelöscht.

Mit diesem System verlieren YouTuber, die sich mit ihrem Kanal ein selbstständiges Business aufgebaut haben, auch oft ihre wichtigste Einnahmequelle – und das oftmals zu Unrecht. Was der neue Bericht offenbart, will YouTube allerdings immer noch nicht einsehen. Kein System sei perfekt, rechtfertigt sich die Google-Tochter.

Pressetext/Red.

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