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Wissen sie, was sie tun?

Noch bis 31. August soll es keine Großkonzerte geben. Im Gespräch mit ExtraDienst sieht Andy Lee Lang eine Lösung im Bespielen von Sommertheatern.
© Franz Baldauf

Andy Lee Lang hofft auf Auftritte in kleinem Rahmen

Die Kunstszene ist von der Corona-Krise besonders hart betroffen. Jährlich werden in Österreich 8,5 Millionen Konzerttickets für Großveranstaltungen verkauft. Die Branche sichert mit einer Wertschöpfung von 5,8 Milliarden Euro hundertausend Arbeitsplätze. Wie es weitergehen soll, ist derzeit noch völlig offen. Ziel ist es, ab dem 31. August Veranstaltungen wieder zuzulassen, dann aber mit 20 Quadratmetern Platz pro Besucher. Ein Ding der Unmöglichkeit. Musiker Andy Lee Lang hält dies für völlig absurd. Lang: „Wie soll dies funktionieren, weiß die Regierung hier was sie tut?“ Seiner Meinung nach wäre das Bespielen der Sommertheater ein richtiger Ansatz. Lang: „Allein in Niederösterreich stehen 20 derartige Veranstaltungslocation zur Verfügung.“ Lang kann sich vorstellen, hier etwa nur jeden zweiten Sitzplatz zu belegen um so einen gewissen Abstand einhalten zu können. Zudem würden diese Konzerte im Freien stattfinden, was ebenfalls das Ansteckungsrisiko minimieren würde. Ein positiver Nebeneffekt wäre die Unterstützung lokaler Betriebe wie Catering-Unternehmen, Hotels oder Gaststätten.

Nur mehr Schadensbegrenzung

Finanzielle Unterstützung für die Künstler gibt es bislang keine, obwohl es gültige Verträge gibt. Lang im Gespräch mit dem ED: „Hier sollte wenigstens ein Teilbetrag aus den bestehenden Verträgen abgegolten werden, sonst wird es für viele Kollegen nicht möglich sein, zu überleben.“ Darüber hinaus wären auch die Kommunen gefordert, wieder Budgets für kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung zu stellen. Lang: „Früher gab es unzählige Stadtfeste, die wir bespielen konnten, heute werden Konzerte zu 99 Prozent von Privatveranstaltern ausgerichtet.“

 

red

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