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Wiener Journalistinnenpreise für Meixner und Raidl

Corona- und kriegsbedingt wurden in diesem Jahr gleich fünf Awards verliehen
© Barbara Nidetzky

Am 29. März 2022 wurde im Wiener Rathaus der Wiener Journalistinnenpreis verliehen, der die journalistische Arbeit von Frauen würdigen soll

Gleich fünf Auszeichnungen hat das Frauennetzwerk Medien am gestrigen Dienstag vergeben: Die begehrten, mit jeweils 5.000 Euro dotierten Wiener Journalistinnenpreise für 2021 und 2022 gingen an Silvana Meixner aus der ORF-Minderheitenredaktion und Puls 24-Chefreporterin Manuela Raidl. Zudem ging ein Würdigungspreis von gleichem finanziellen Wert zur Unterstützung ukrainischer Journalistinnen an Vira Kuryko.

Meixner wirkte maßgeblich am Aufbau der Minderheitenredaktion des ORF mit. Sie präsentiert die Sendung „Heimat Fremde Heimat“ und hat Generationen von Migrantinnen und Migranten bei ihren ersten beruflichen Schritten im Journalismus unterstützt. Die Jury des Awards bezeichnete sie als ein „Symbol für mediale Integration“. Raidl hingegen zeichne sich durch Wissen, Präzision und Intellektualität aus. Bereits seit Jahren zeige die Puls 24-Journalistin, wie man komplexe Zusammenhänge einfach erklärt und für jedermann verständlich darbietet.

Die mit 1.000 Euro dotierten Journalistinnenpreise für das vergangene und das aktuelle Jahr verlieh die Jury an Eja Kapeller von der Rechercheplattform „Dossier“ und Christina Pausackl vom Medium „Die Zeit“. Kapeller zeichne aus, dass sie auch bei emotional herausfordernden Themen einen klaren Blick bewahre und sich nicht einnehmen lasse, so die Jurybegründung. Pausackl fiel wiederum durch ihre konsequent feministische Arbeit und sensible, klare und fundierte Recherche auf, so die Jury.

Der 1999 gegründete, parteiunabhängige Verein „Frauennetzwerk Medien“ weist mittlerweile mehr als 300 Mitglieder auf und fordert Gleichstellung in den Medien ein. Er betreibt ein Mentoringprogramm, erstellt Netzwerk Expertinnen-Listen zu unterschiedlichen Fachgebieten und verleiht neben den Journalistinnenpreisen auch den Schmähpreis „Rosa Handtaschl“ für diskriminierende und sexistische Äußerungen über Frauen.

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