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„Wien, wir müssen reden“

Schokoladenhersteller thematisiert bittere Seite des Geschäfts
©Andreas Buchberger

In Wien ist die neue Plakat-Kampagne von Tony’s Chocolonely zu sehen

Der Schokoladenhersteller Tony’s Chocolonely präsentiert seine erste Wiener Plakat-Kampagne und prangert damit die dunkle Seite des Kakaoanbaus an. „Impact Unternehmen“ nennt sich eine neue Sparte von Unternehmen, die sich nicht an möglichst großen Umsätzen und Gewinnen sowie Wachstumsraten orientieren. Viel mehr ist bei diesen Firmen ihre gesellschaftliche Wirkung im Fokus. Auch der niederländische Schokoladenhersteller  gehört zu dieser Sparte und hat sich zur Aufgabe gemacht, illegale Kinderarbeit und moderne Sklaverei im Kakaoanbau zu beenden. „Impact-Unternehmen werden die Welt verändern. Weil sie nicht nur Zustände kritisieren, sondern auch Lösungen aufzeigen und umsetzen. Wir bei Tony’s beweisen, dass sich Lebensfreude und Genuss mit sozialem Gewissen, Fairness und Nachhaltigkeit vereinen lassen“, so Niki Hueme, Verantwortlicher für den Aufbau von Tony’s Chocolonely in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Rohstoffeinkauf – und hier vor allem Kakao – für die Schokoladenproduktion gestaltet sich vielerorts äußerst problematisch: Immer noch machen zahlreiche große Produzenten Profite auf Kosten westafrikanischer Kleinbauern-Familien. Laut einer 2018 durchgeführten Studie sind beispielsweise in Ghana und der Elfenbeinküste mindestens 30.000 Menschen Opfer moderner Sklaverei in der Kakaoindustrie (Global Slavery Index, S. 49). In diesen beiden Ländern ist auch Kinderarbeit ein großes Problem: Rund 1,5 Millionen Kinder arbeiten hier unter illegalen und teils menschenunwürdigen Bedingungen in der Kakaoindustrie, weil ihre Eltern nicht genug Geld fürs tägliche Leben verdienen (NORC-Bericht, 2020).

Mit Tony’s Chocolonelys Plakatkampagne „Wien, wir müssen reden“ will das Unternehmen genau diese Ausbeutung und Unterdrückung anprangern. Darüber hinaus will der Süßwarenhersteller auch zeigen, dass es besser geht. Durch eine Reihe von konkreten Maßnahmen vor Ort, durch freiwillig höhere Einkaufspreise und durch „Tony’s Open Chain“. Nikolaus Huemer über die neue Kampagne: „Wir bei haben eine wichtige Botschaft: Welche Schokolade man isst, hat viel mehr mit Fairness oder Unfairness zu tun, als man glauben würde. Man kann mit jeder Tafel Schokolade die Welt ein kleines Stückchen besser machen – oder eben nicht. Wir bei Tony’s wollen, dass die Menschen bei der Wahl ihrer Schokolade die Möglichkeit bekommen, sich bewusst für mehr Gerechtigkeit in der Welt zu entscheiden. Und um Bewusstsein für dieses Thema auf einer größeren Ebene zu schaffen, machen wir jetzt erstmals mit Gewista Außenwerbung.“

PA/ Red.

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