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Wie Meta TikTok schaden will

Die Facebook-Mutter organisierte eine Lobbyingkampagne, um seinen größten Konkurrenten TikTok als „echte Gefahr“ für die Nutzer darzustellen
©pixabay

TikTok ist vor allem in den jüngeren Generationen sehr beliebt

TikTok wird oftmals als DIE Plattform der heutigen Jugend gesehen. Während die Nutzergruppen auf Facebook immer älter werden, erfreut sich TikTok an immer größer werdender Beliebtheit in den jungen Zielgruppen. Auch Instagram sieht der Mutterkonzern Meta offensichtlich bedroht und entschied sich dementsprechend, zu handeln. Und zwar mit Hilfe einer Lobbyingkampagne mit dem Ziel, TikTok nachhaltig zu schaden.

Laut Informationen der „Washington Post“ soll der Meta-Konzern rechtskonservative Politberater engagiert haben, um TikTok aktiv in ein schlechtes Licht zu rücken. So sollte die Kurzvideo-Plattform etwa über Nachrichtenartikel, Leserbriefe und Kommentare in der Öffentlichkeit als „echte Gefahr“ für Jugendliche dargestellt werden. Unter anderem wurden dabei Berichte in Lokalmedien platziert, die vor bedenklichen oder gar gefährlichen TikTok-Trend warnten. Ein Beispiel: In den USA filmten sich Kinder und Jugendliche dabei, wie sie Schuleinrichtungen zerstörten. In einem Bericht wurde dies so geframed, als würden diese Videos nur auf TikTok auftauchen. Dass dieser „Trend“ allerdings seinen Anfang auf den Meta-Plattformen nahm und erst später auf TikTok überschwappte, wurde verschwiegen.

Ein weiteres, mittlerweile weit verbreitetes Narrativ in den Medien ist, dass TikTok persönliche Daten seiner Nutzer direkt an die chinesische Regierung liefert. Dies wurde nicht nur von vielen Medien, sondern auch von politischen Kreisen und sogar dem früheren US-Präsidenten Donald Trump aufgegriffen.

Bestätigt werden konnten die Vorwürfe bislang nicht, allerdings stellte Meta sie gegenüber der „Washington Post“ nicht in Abrede. Ein Sprecher des Tech-Konzerns verteidigte die Lobbyingkampagne wie folgt: „Alle Plattformen, inklusive TikTok, müssen analog zu ihrem wachsenden Erfolg unter die Lupe genommen werden.“ 

PA/Red.

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