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Wie befangen ist Facebook?

Zuckerberg-Gigant nicht vorurteilslos bei Israel-Gaza-Konflikt
© Unsplash

Es steht die Vermutung im Raum, das Facebook beim Israel-Gaza-Konflikt befangen ist

Das unabhängige Kontrollorgan für Facebook und Instagram, Oversight Board, nimmt an, dass die Inhaltsprüfung zum Israel-Gaza-Konflikt nicht vorurteilsfrei verläuft. Zur Sicherstellung der Gleichbehandlung beider Konfliktparteien, fordert das Gremium nun eine umfassende Prüfung der Richtlinien und Kontrollmaßnahmen an. Auslöser für den Eklat war ein Posting eines Users im Mai 2021, der von Facebook fälschlicherweise gelöscht wurde und nach heftiger Kritik wieder online ist. „Das Oversight Board stimmt der Entscheidung von Facebook zu, dass es richtig war, die ursprüngliche Löschung eines News-Postings über eine Gewaltandrohung vonseiten der Izz al-Din-al-Qassam-Brigaden, dem militärischen Arm der Hamas, zu widerrufen“, so das Kontrollorgan. Die Meldung sei eigentlich aufgrund der Richtlinien zu gefährlichen Individuen und Organisationen entfernt worden. „Das Board hat aber entschieden, dass die Gefahr von Gewalt in der Offline-Welt durch die Löschung dieses Contents nicht reduziert wird“, erklären die Experten.

Facebook stellte seinerseits klar, dass das Oversight Board in diesem Fall das Posting des Users überprüft habe, da in dem der Inhalt einer verifizierten Al-Jazeera-Seite geteilt worden ist. So wurden ursprünglich Zitate eines Sprechers der Al-Qassam-Brigarden wiedergegeben. „Nach der ersten Prüfung hat Facebook entschieden, die Meldung zu löschen, weil sie unsere Community-Richtlinien verletzt. Nach einer genaueren Kontrolle mussten wir aber feststellen, dass wir diesen Inhalt fälschlicherweise entfernt haben“, so die Verantwortlichen. Darüber hinaus möchte das Oversight Board im Zuge der umfassenden Prüfung der Kontrollmaßnahmen, auch eine mögliche Einflussnahme der israelischen Regierung beleuchten. So will man etwa vom Zuckerberg-Giganten wissen, ob es offizielle oder inoffizielle Anfragen gegeben hat, um Content zu entfernen, welcher im April und Mai zu anhaltenden Gewalt-Eskalationen zwischen Israelis und Palästinensern geführt haben soll.

PA/ Red.

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