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Werbespot für neuen Golf war rassistisch

VW und die verantwortliche Agentur entschuldigen sich für den Vorfall.
© Pixabay

Die Werbung war für einen neuen Golf GTI

Nach heftiger Kritik an einem auf Instagram geposteten Werbespot für den neuen Golf hat sich Volkswagen für das Video entschuldigt. Der Clip war auch auf Twitter zu sehen. VW-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann sprach von einem „rassistischen Werbevideo“, das jeden anständigen Menschen beleidige.

Die kurze Sequenz, die starke Reaktionen in den sozialen Netzwerken auslöste, zeigt einen schwarzen Mann, der von einer riesigen weißen Hand durchs Bild geschoben und anschließend in den Eingang eines Hauses geschnippt wird.

„Das Video ist grenzwertig und komplett rassistisch in seiner Wirkung“, sagte Tahir Della, Sprecher der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland. „Ganz ohne Frage: Das Video ist falsch und geschmacklos“, erklärte auch das Unternehmen dazu am Mittwoch (20.5.) in Wolfsburg. „Wir schämen uns dafür und können es heute auch nicht erklären“, sagte Stackmann. „Umso mehr werden wir dafür sorgen, dass wir diesen Vorgang aufklären.“

Betriebsratschef Bernd Osterloh sagte: „Ich schäme mich für diesen Spot. Da spreche ich sicherlich für die ganze Belegschaft.“ Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil nannte das Video „eindeutig rassistisch und menschenverachtend“. Es sei nicht zu verstehen, dass das „schockierende“ Video nicht vor Veröffentlichung gestoppt worden sei. „Dieses Thema wird sicher auch noch ein Nachspiel in den Gremien haben“, sagte der SPD-Politiker, der als Vertreter des Landes Niedersachsen im VW-Aufsichtsrat sitzt.

Die verantwortliche Agentur Voltage OMC entschuldigte sich ebenfalls. „Ich bin entsetzt und zutiefst betroffen, wie so etwas in unserem Verantwortungsbereich geschehen konnte“, sagte Tobias Pschorr, Geschäftsführer der Voltage OMC GmbH, am Donnerstag (21.5.) laut Mitteilung. Das Video entspreche in keiner Weise dem ethischen und moralischen Anspruch der Agentur und habe zurecht Empörung und Unverständnis ausgelöst. „Wir haben bereits begonnen, den gesamten Entstehungsprozess dieses Posts zu eruieren“, sagte Pschorr. „Sollte sich herausstellen, dass einer unserer Mitarbeiter oder ein Zulieferer vorsätzlich fremdenfeindliche oder rassistische Inhalte erstellt hat, wird dies zu einer sofortigen Kündigung und zu rechtlichen Maßnahmen führen.“ Alle Freigabeprozesse würden geprüft.

APA/red

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