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Werberat präsentiert Beschwerdebilanz

Das Gremium sprach sich in 11 Fällen für einen Stopp aus.
ÖWR/Katharina Schiffl

Michael Straberger und Andrea Stoidl präsentierten die Bilanz zum letzten Jahr

Das wären gleich viel Stopp-Entscheidungen als im Jahr zuvor. Und das bei einer steigenden Anzahl an Entscheidungen, wie man beim Werberat hervorhebt. Mehr als verdoppelt hat sich dagegen die Anzahl an Sensibilisierungssprüchen. Sie stiegen von acht auf 19. 31 Mal sah man keinen Grund zum Einschreiten. „Die neuerliche geringe Anzahl an Stopp-Entscheidungen ist für uns ein positives Signal für das anhaltende verantwortungsvolle Agieren von werbetreibenden Unternehmen“, erklärt ÖWR-Präsident Michael Straberger. Umso mehr, als neun der elf betroffenen Unternehmen unverzüglich ihre Sujets entfernten. Neben der steigenden Akzeptanz für den Werberat sieht Straberger die Ursache hierfür auch in den strengeren Sanktionsmaßnahmen, die im Zuge der Novellierung des KommAustria-Gesetzes umgesetzt wurden.

Insgesamt verzeichnete man 2021 413 Beschwerden. Um zwei mehr als noch im Jahr zuvor. 258 und damit um 17 mehr als 2020, wurden auch entschieden. 31 Mal sah man keinen Grund zum Einschreiten und 45 Beschwerden wurden als unbegründet zurückgewiesen.

Die häufigsten Beschwerden fielen mit 116 zum Punkt Ethik und Moral an. 105 Mal war Geschlechterdiskriminierende Werbung der Grund für die Beschwerde, 59 Mal Irreführung und Täuschung. „Bereits im Jahr 2020 haben wir einen massiven Anstieg von Ethik und Moral als Grund einer Beschwerde festgestellt. Diese Tendenz hat sich im Jahr 2021 bestätigt. Erstmals wurde sogar die Geschlechterdiskriminierende Werbung abgelöst“, analysiert ÖWR-Geschäftsführerin Andrea Stoidl.

Auch dieses Jahr wurden die meisten Entscheidungen zu Werbemaßnahmen im TV getroffen. Insgesamt 62 Entscheidungen (2020: 64) beziehen sich auf TV-Spots.

Einen enormen Anstieg gab es bei Werbemaßnahmen, die sich auf Social Media (im Vgl. 2020: 18) bezogen haben. So liegt dieser Medienkanal, gemeinsam mit Plakat/Citylight (im Vgl. 2020: 31), mit jeweils 35 Entscheidungen auf Platz zwei. Print sichert sich mit 24 Entscheidungen (im Vgl. 2020: 22) den vierten Platz.

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