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Werbebranche macht gegen Digitalsteuer Druck

Die Fachgruppe Werbung der Wirtschaftskammer Wien startet Online-Petition.
© Pixabay

Die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer Wien hat am 19. September die Online-Petition „Nein zur Digitalsteuer!“ gestartet. Die Steuer wird dieser Tage im Parlament behandelt. Sie geht auf eine Initiative der ÖVP/FPÖ-Regierung zurück und war bereits von Datenschützern kritisiert worden.

Die vorige Regierung begründete den Vorstoß mit mehr Steuergerechtigkeit, nachdem eine EU-einheitliche Regelung für eine stärkere Besteuerung von Amazon, Google und Co gescheitert war.

„Die Digitalsteuer ist ein Etikettenschwindel. Die globalen Digitalkonzerne kommen ungeschoren davon, denn sie werden diese Steuer an ihre Werbekunden abwälzen. Das sind unsere Mitgliedsbetriebe, die für ihre Kundinnen und Kunden auf Google, YouTube oder Facebook Werbung schalten“, begründet Fachgruppenobmann Marco Schreuder die Initiative. Obmann-Stellvertreter Konrad Maric wird in einer Aussendung noch deutlicher: „Dieser Gesetzesentwurf ist inkompetenter Mist.“

Das Digitalsteuerpaket umfasst drei Bereiche: Eine fünfprozentige Abgabe auf Online-Werbeumsätze, eine Ausdehnung der Einfuhrumsatzsteuer im Online-Handel sowie eine Haftungsklausel für Online-Vermittlungsplattformen.

APA/red

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