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Wenn Roboter reporten

Manche Texte, so meint man, sind so erbärmlich, dass sie nur aus dem begrenzten Binär-Gehirn eines Roboters kommen können. Doch der Schein trügt: Der automatisierte Journalismus macht Fortschritte. Und zwar rasante.
©pixabay

Ein Roboter, der in die Tasten haut – dieser gängigen Vorstellung entspricht der Begriff „Roboterjournalismus“ nicht wirklich

Die deutsche Sprache ist keine leichte. Schon viele Muttersprachler beherrschen sie nicht vollends. Undenkbar also, dass eine Maschine es schaffen könnte, grammatikalisch korrekte Sätze zu schreiben – oder gar ganze Texte. Dass das in den Redaktionen rund um den Globus, ja sogar in Österreich, aber längst passiert, scheint ein gut gehütetes Geheimnis zu sein. Die Roboter sind längst im Journalismus angekommen.

Von Daten zu Texten

Wer sich beim Begriff „Roboterjournalismus“ nun einen Droiden vorstellt, der an einem Schreibtisch sitzt und in die Tastatur haut – der hat zwar eine blühende Fantasie, liegt aber falsch. Tatsächlich ist der Begriff ein wenig irreführend, denn Roboter im eigentlichen Sinne haben nichts mit dem Thema zu tun. Vielmehr sind damit Algorithmen und Künstliche Intelligenzen gemeint, die automatisch Texte generieren. Dies passiert anhand einer Fülle von Datensätzen. 

Aktuell werden derartige Methoden vor allem zur Unterstützung der Redaktionen eingesetzt. Und zwar etwa dort, wo große Datenmengen vorhanden sind und es den Mitarbeitern schlichtweg nicht möglich ist, das alles zu journalistischen Texten umzuwandeln. Die Bots crawlen dann etwa in verschiedensten Ecken des Internets, ebenso auf Social Media, und generieren Textbausteine, suchen passende Bilder oder erstellen eigene Grafiken anhand der gesammelten Informationen. Faktisch gesehen gilt das alles aber erst dann als „Roboterjournalismus“, wenn die Algorithmen dazulernen und aus dem Material semantisch zusammenhängende Berichte kreieren. Und zwar ganz ohne die Hilfe von Menschen…

von Larissa Bilovits

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