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Weniger QAnon-Inhalte auf Social Media

Strenge Regeln und Moderation auf Plattformen zeigen Wirkung
© Tom Radetzki, unsplash.com

Althut-Träger verschwinden auf Social Media zunehmend von der Bildfläche

Laut einer Studie von The Atlantic Council’s Digital Forensic Research Lab (DFRLab) haben sich die für QAnon-Verschwörungstheorie typischen Schlagworte und Slogans aus dem Internet weitgehend verflüchtigt. Dies lässt sich durch die strengeren Regeln auf Social-Media-Plattformen erklären. Zwar taucht QAnon-Sprache nun häufiger auf alternativen Plattformen wie Parler auf, doch mit der einstigen Reichweite auf Facebook, Twitter und Co lässt sich dies nicht vergleichen.

Rückgang schon 2020

Das DFRLab hat für den Zeitraum vom 1. Januar 2020 bis 1. April 2021 mithilfe verschiedener Quellen analysiert, wie oft 13 gängige QAnon-Schlagworte und -Slogans online auftauchen. Insgesamt waren es über 40 Mio. Nennungen im Beobachtungszeitraum. Pro Tag waren es anfangs stets über 100.000. Den Höhepunkt erreichten die Beiträge Anfang Juni 2020. Damals liebäugelte der ehemalige US-Präsident Donald Trump damit, das Militär gegen öffentliche Proteste zum Tod George Floyds einzusetzen. Über den Sommer 2020 blieben QAnon-Begriffe noch gängig, doch im weiteren Jahresverlauf nahm die Verschwörungssprache ab. Selbst am US-Wahltag, am 3.November, gab es nur einen leichten Anstieg. Unternehmen wie Facebook, Google und Twitter hatten zu diesem Zeitpunkt schon damit angefangen, gegen QAnon-Verschwörungstheorien vorzugehen.

Sturm auf das Kapitol

Eine letzte große Spitze im Auftauchen von QAnon-Begriffen gab es laut der Analyse vor dem Kapitol-Sturm am 6. Januar dieses Jahres. Danach wurden tausende Accounts von Mainstream-Plattformen verbannt. Gängige Slogans aus Szene tauchten nur mehr 10.000 Mal pro Tag auf. Es wurde befürchtet, dass QAnon-Anhänger nun alternative Plattformen im Sturm erobern würden. Dies war allerdings nicht der Fall. Einen leichten Anstieg gab es nach dem Kapitol-Sturm lediglich auf Parler. Das DFRLab betont jedoch, dass das mit einer Selbstzensur zusammenhängen könnte, indem die Verschwörungstheoretiker bekannte Slogans meiden. Zudem konnte mit Telegram ein bei QAnons beliebter Dienst mangels verfügbarer Daten nicht in der Analyse berücksichtigt werden.
Pressetext/red

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