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Was würden Branchenvertreter ohne ihr Handy tun?

Ex-Vizekanzler Strache wurde sein Handy konfisziert. ED online startete dazu eine Blitz-Umfrage.
© Pixabay

Ex-Vizekanzler HC Strache wurde im Zuge der Hausdurchsuchung von den Behörden auch sein Handy konfisziert. ED online wollte wissen, wie Branchenvertreter damit umgehen würden, wenn sie ihr „mobile device” abgeben müssten, stellte folgende Fragen und bekam spannende Antworten. 

  1. Wie würde es Ihnen damit gehen, wenn Sie Ihr Handy hergeben müssten?
  2. Haben Sie sensible Daten auf Ihrem Handy, wo es Ihnen furchtbar peinlich wäre, wenn das jemand anderer in die Hände bekommen würde?

Gregor Josel, HG/GF Wiener:

Gregor Josel 1 8. Dezember 2021
©M. Lottmann
  1. Das wäre eine mittelschwere Katastrophe, da natürlich alles, was das Geschäft angeht, heutzutage zu einem großen Teil via Smartphone abgewickelt wird
  2. Das lässt sich ab einer gewissen Position aus meiner Sicht nur schwer vermeiden, denn natürlich verschwimmt hier der Privat- mit dem Geschäftsbereich, da man als Unternehmer ja seine Verantwortung und Tätigkeiten nicht um 16:00 an der Garderobe abgeben kann um dann nach Hause zu gehen. Insofern gibt es natürlich sensible geschäftliche Daten auf dem Smartphone. Peinliche und allzu persönliche Inhalte jedenfalls nicht, denn wer solch Material im Falle nicht umgehend löscht, ist selbst schuld.

 Eugen Schmidt, GF AboutMedia:

Eugen Schmidt 8. Dezember 2021
© Karl Radowan
  1. „Da mein Handy mein Arbeitsgerät ist, wäre das für mich eine ziemliche Herausforderung. Wichtige berufliche Daten habe ich immer noch extra gesichert und würden nicht verloren gehen. Allerdings müsste ich mich schnell nach einer Alternative umsehen.”
  2. „Natürlich sind auf meinem Smartphone alle mails, aber auch Fotos von Urlauben und meiner Familie. Da diese Daten aber auch in der Cloud sind, wäre es kein Verlust. Darüber hinaus würd es mich wundern, wenn es Personen gibt die übermäßig Freude daran hätten mich in Badehose am Strand von Mykonos zu sehen.”

Hans Steiner, CR Wiener Bezirksblatt:

Hans Steiner 8. Dezember 2021
© Hans Steiner
  1. Naja, ich wäre natürlich nicht begeistert, obwohl es bei mir jetzt kein Drama wäre. Ich habe weder Nacktfotos von Frauen noch komprimierendes Material oder investigative Recherche-Ergebnisse auf meinem iPhone. Als Journalist ist man da gut beraten, vorsichtig zu sein. Manche SMS-Zwiegespräche wären wohl schon spannend, aber ich würde jetzt keine schlaflosen Nächte haben. Abgesehen von der strafrechtlichen Situation hätte ich aber schon ein mulmiges Gefühl, da ein Handy doch der höchstpersönliche, intime Lebensbereich ist. Und die Inhalte von fremden Stellen, die man nicht kennt, durchforsten zu lassen, ist sicher nicht ganz ohne.
  2. Sensible Daten hab ich schon drauf, aber wie gesagt, ich würde jetzt nicht vor Peinlichkeit umfallen. Meine furchtbar sensiblen Daten sind ganz woanders gespeichert, wo sicher niemand hinkommt – nämlich in meinem Kopf. Für mich ist das Handy mehr Arbeitsgerät als Ein-und-Alles, ich versuche da nicht komplett reinzukippen und abhängig zu sein.

Heinz Stiastny, Präsidiumsmitglied ZRK – Zentrum für Risiko- u. Krisenmanagement Wien

Heinz Stiastny2 8. Dezember 2021
© DocLX Holding
  1. Handy abgenommen? Eigentlich ist es das persönliche Blackout. Ohne Handy bist du im totalen Chaos. Entsetzlich – welche Termine habe ich in den nächsten Tagen? Völlige Desorganisation – totale Planlosigkeit ohne elektronischen Kalender…
  2. Heikle, Fotos, ja…Jugendfotos – Gott, war man mal schlank und fit und sensible Daten, ja…wann hat wer in der Familie Geburtstag? Schrecklich, wenn das Erinnerungs-Mail fehlt.

Josef Almer, Managing Director Goldbach Media Austria

Josef Almer 8. Dezember 2021
© Florence Stoiber
  1. Ich glaube wie für vielen von uns wäre es wie eine Art „kalter Entzug“ – weil man ja oft fast wie ein Süchtiger zum Handy greift. Von dem her würde es vielleicht sogar gut tun, wenn das Handy mal weg wäre.
  2. Eigentlich nicht – am ehesten vielleicht noch das eine oder andere private Foto, a. Fotos von meiner Frau mit unseren Kindern im Baby-Alter, auf denen vielleicht zu viel nackte Haut zu sehen ist. Aber das wäre höchstens meiner Frau unangenehm, mir nicht.

Andrea Buday, Ressortleiterin Gesellschaft & Menschen echo medienhaus

Buday Andrea c Bubu Dujmic 8. Dezember 2021
© Bubu Dujmic
  1. Ich würde vermutlich einen Nervenzusammenbruch erleiden!!! Nein, im Ernst. Ich hätte keine Freude, aber den Großteil aller Telefonnummern habe ich am Computer gespeichert, also alles halb so schlimm. 
  2. Vielleicht die Fotos, auf denen ich einem gestrandeten Wal am Pool gleiche, also ich im Bikini. Aber sonst, nein. Allerdings werde ich jetzt gleich alles durchsehen und eventuelle „Peinlichkeiten“ löschen. Sicher ist sicher.

Alexandra Vetrovsky-Brychta, Vizepräsidentin iab austria

Alexandra Vetrovsky Brychta 8. Dezember 2021
© Philip Lipiarski
  1. Ein Tag ohne Handy ist natürlich möglich. Ich bin noch mit Vierteltelefon aufgewachsen. Alles geht bekanntlich, wenn man muss. Aber ich muss gottseidank nicht. Denn das Handy ist für mich nicht nur digitaler Alltagshelfer, Zahlungsmittel, Fotoapparat, etc. sondern wichtige Verbindung zu meiner Tochter. Ich bin viel unterwegs und daher ist es mir wichtig, erreichbar zu sein für mein Kind wenn es mich braucht. Die gute alte Telefon-Funktion hat dadurch wieder oberste Priorität in Sachen Smartphone bekommen.
  2. Wenn mein Handy in fremde Hände geraten würde, dann müsste man sich mal durch gefühlt Millionen von Babyfotos wühlen. Wenn sich das wer antut, dann wird dazwischen sicher das ein oder andere Urlaubsfoto mit Blödeleien und lustigen Szenen auftauchen. Aber grundsätzlich wird mein Handy sonst nichts hergeben. Ein wichtiger Spruch dazu: Tue nichts was du später bereust, und das gilt bei mir auch fürs Smartphone.
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