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Verschärfte Internetzensur im Iran

Das Vorhaben aus dem Parlament löste heftige Kritik aus.
@Pixabay

Mehr als die Hälfte der 84 Millionen Iraner sind Berichten zufolge Mitglied in verbotenen sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook.

Im Iran hat ein geplanter Gesetzentwurf für noch mehr Internetzensur landesweit heftige Kritik ausgelöst. Die Hardliner, die im Parlament eine Mehrheit haben, geben an, dass sie keine Zensur wollen, sondern ein mehr lokales Internet und die Einführung von einheimischen Apps. Außerdem sollen alle iranischen Internetnutzer identifiziert werden. Die Verbreitung von Datentunneln soll bestraft werden. Mit den sogenannten VPN-Tunneln kann man Zensur umgehen und im Iran verbotene Internetseiten lesen. Kritiker werfen den Hardlinern vor, sie wollten ein leicht kontrollierbares Intranet einführen.

Im Iran sind bereits Tausende Internetseiten gesperrt. Mit dem neuen Gesetz könnten auch Instagram und WhatsApp auf die Verbotsliste kommen. Besonders nach der Corona-Pandemie werden die beiden von Millionen nicht nur privat genutzt, sondern auch für geschäftliche und medizinische Zwecke.

 

APA/Red.

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