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Verhafteter Journalist in Myanmar freigelassen

Der Pole hat über den Militärputsch berichtet.
© Pixabay

Der festgenommene Journalist ist für die Deutsche-Presse-Agentur tätig. Nachdem er in Myanmar festgenommen wurde, ist er nun wieder auf freiem Fuß. Am Donnerstag brach Robert Bociaga (30) vom Flughafen von Yangon in Richtung Polen auf. Er sollte dort am Freitag nach mehreren Zwischenstopps landen.

Am 11. März wurde er in Taunggyi, der Hauptstadt, von Soldaten inhaftiert.Er berichtete über die Proteste gegen die neue Junta nach dem Militärputsch von Anfang Februar.

„Wir sind sehr erleichtert, dass Robert Bociaga bald in Freiheit bei seiner Familie ist“, sagte dpa-Chefredakteur Sven Gösmann. Gleichzeitig mahnte er, dass die Situation für Journalisten in Myanmar weiterhin wie für die gesamte Bevölkerung sehr gefährlich bleibe. „Wir appellieren an die Übergangsregierung, die Pressefreiheit und die Menschenrechte zu achten. Die Welt und auch dpa werden weiter genau hinsehen, was in Myanmar passiert“, sagte Gösmann.

Auch international sorget der Fall für Aufsehen. Die Reporter ohne Grenzen forderten die sofortige Freilassung Bociagas und aller weiteren in Myanmar festgenommenen Medienschaffenden.

DAs Militär und die Polizei gehen in Myanmar mit zunehmender Härte gegen Demonstranten, Politiker, Aktivisten und Journalisten vor. Nach Schätzungen der Gefangenenhilfsorganisation AAPP wurden bisher mehr als 2.900 Menschen festgenommen. Mehr als 280 seien getötet worden. Ausländer galten bisher aber als relativ sicher. Am Mittwoch waren überraschend 600 Inhaftierte freigelassen worden. Hauptsächlich handelte es sich um Studenten.

 

APA/red

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