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Veränderung der Redaktionen durch Corona

Newsrooms werden kleiner. Redakteure vermehrt im Home-Office.
© KEYSTONE-SDA-ATS / Harald Schneider/APA

Studienautor Marcus Hebein prognostiziert künftig Hybridmodelle für Nachrichten-Redaktionen

Home-Office in Zeiten der Corona-Pandemie betrifft auch den Journalismus. Inwiefern die neue Arbeitsweise Newsrooms in Deutschland, Österreich und der Schweiz verändert hat, wurde ein Jahr nach Beginn der Krise im Rahmen der Studie „Newsroom im Home Office“ untersucht. Studienautor Marcus Hebein prognostiziert künftig Hybridmodelle, regelmäßiges Home Office bei mindestens einem Drittel der Mitarbeiter und eine Reduktion der Flächen von Redaktionen.

Befragt hat der Medienberater 53 Vertreter aus 36 Redaktionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dabei wurde deutlich, dass Home-Office vor Corona „praktisch nicht existent“ war. 87 Prozent der Befragten schätzten den Anteil der Mitarbeiter, die vor Ausbruch der Pandemie von zu Hause aus gearbeitet haben, auf unter 10 Prozent. Für die Zeit nach der Pandemie rechnen die Befragten damit, dass mindestens ein Drittel der Mitarbeitenden regelmäßig von zu Hause arbeiten wird. „Hybrid-Modelle werden sich durchsetzen, Home Office wird zum Normalfall in Redaktionen“, heißt es in der Studie.

Auswirkungen des Home-Office

Das hat Auswirkungen auf den Flächenbedarf: Bei größeren Strukturen mit mehr als 500 Quadratmetern wird mit Flächenreduktionen gerechnet. Zugleich würden neue Berufsbilder in die Newsrooms einziehen. Neben Journalisten werden laut der Studie in der Redaktion künftig vermehrt IT-Experten, Datenjournalisten, Designer und auch Verantwortliche für die interne Kommunikation arbeiten.

So stellte Hebein auch die Frage nach der Auswirkung auf die Qualität der Berichterstattung: Zu negativen Auswirkungen der Services habe Home-Office in den befragten Redaktionen nicht geführt. Die Befragten haben keine (50 Prozent) oder nur wenige Auswirkungen (38 Prozent) in Sachen Qualität bemerkt. So wird eine Person einer österreichischen Belegschaftsvertretung zitiert: „Eher im Gegenteil, weil – viele zumindest – (sic!) daheim bessere Bedingungen für fokussiertes, konzentriertes Arbeiten haben als im Großraumbüro.“

 

APA/Red.

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