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USA überprüft Call-Center-Übernahme von Zoom

Zoom will sich im Call-Center-Geschäft etablieren, jedoch stellt sich ein Gremium im US-amerikanischen Justizministerium in den Weg.
©unsplash

Zoom gilt mittlerweile als etablierter Videokonferenz-Anbieter.

Der Videokonferenz-Dienst Zoom plant, die Call-Center-Firma Five9 mit dem Wert von 14,7 Milliarden Dollar (rund 12,5 Mrd. Euro) zu übernehmen und sich damit in dieser Branche zu etablieren. Die US-amerikanische Regierung will den Deal nun einer intensiven Prüfung unterziehen, da sie Risiken für die nationale Sicherheit befürchten, so Unterlagen der Telekom-Aufsicht FCC. Darauf, welche Risiken genau befürchtet werden, will die Regierung nicht näher eingehen. Zoom selbst bestätigte aber bereits im vergangenen Quartalsbericht, dass der Call-Center-Dienst Verbindungen nach Russland habe. Dem „Wall Street Journal“ zufolge würde Zoom zudem Entwicklungsaktivitäten in China aufweisen, was der eigentliche Grund für die Untersuchungen sein soll.

Zoom beteuert, alle Unterlagen an die zuständigen Behörden weitergeleitet zu haben und rechne trotz der Untersuchungen damit, die Übernahme bereits im ersten Halbjahr 2022 abschließen zu können.

Weiterer Ausbau in Planung

Zoom, das eigentlich für Business-Videokonferenzen entwickelt wurde, erlangte im Zuge der Corona-Pandemie weltweite Beliebtheit und wurde sowohl von Schulen, Universitäten als auch für Sport-Kurse benutzt. Dadurch erzielte das Unternehmen im vergangenen Jahr eine Umsatzsteigerung von unglaublichen 300%. Mittlerweile hat sich das Wachstum stabilisiert, was Zoom als Anlass nehmen möchte, sein Geschäft weiter auszubauen. Unter anderem ist in Planung, Firmen zusätzlich zum Videokonferenz-Tool auch mit einem Telefonie-Dienst zu versorgen.

APA/Red./LBi

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