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Marketer blenden ältere Menschen aus

Vorurteile werden bedient - Dabei sei die Generation 50 plus oftmals äußerst kaufkräftig.
© Pixabay

Menschen über 50 Jahren werden in US-Online-Marketingskampagnen kaum repräsentiert, obwohl sie etwa die Hälfte der Bevölkerung ausmachen und sehr kaufkräftig sind. Wenn Ältere in der Werbung vorkommen, werden sie als gebrechlich oder langweilig dargestellt. Um diese Vorurteile zu bekämpfen, hat American Association of Retired Persons (AARP) gemeinsam mit der Bildagentur Getty Images eine Sammlung an Bildern erstellt, die ältere Menschen ohne Klischees zeigt: Bei Aktivitäten wie Sport und in einem glücklichen Zustand.

„Viele Marketer denken noch immer an Bilder von pensionierten Paaren, die nichts mehr zu tun haben oder – was noch schlimmer ist – klapprig und verdattert aussehen. Dabei gibt es nicht ein Gesicht des Alterns. Menschen können altern, wie sie wollen, und ein paar Bilder sollten ihnen das nicht vorschreiben“, meint Barbara Shipley, Senior Vice President für Markenintegration bei der AARP.

Ältere sind wichtige Zielgruppe

In einer früheren Studie hat die AARP anhand von 1.000 zufällig ausgewählten Bildern aus Online-Marketingkampagnen die Darstellung von Menschen im Alter über 50 Jahren analysiert. Es stellte sich heraus, dass nur 15 Prozent der Bilder diese Altersgruppe zeigten. Sie waren auch meistens inaktiv und in ihrem Zuhause zu sehen.

Die AARP gibt zu bedenken, dass Menschen über 50 Jahren 30 Prozent der US-Angestellten ausmachen, sie aber in Marketingkampagnen kaum bei der Arbeit gezeigt werden. Auch das Klischee von alten Menschen, die moderne Technologie nicht verstehen, sei falsch. Denn Menschen im Alter über 50 Jahren sollen bis 2030 mehr als 84 Mrd. Dollar (ungefähr 76 Mrd. Euro) für Tech-Produkte ausgeben.

Laut Shipley ist eine vielfältige, ansprechende Darstellung von älteren Menschen extrem wichtig für zukünftige Werbekampagnen. „Die Leute wollen Marken, die sie verstehen. Marketer dürfen nicht unterschätzen, wie langlebig kaufkrätige Kunden sein können“, erklärt Shipley. Der Kampf gegen Vorurteile sei nicht nur wohltätig, sondern habe echte finanzielle Vorteile.

 

Pressetext/Red

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