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Ungarn: Keine „Werbung“ für Homosexualität

Schlag ins Gesicht für LGBTQIA+ Community
© Pixabay

Das ungarische Parlament hat mit deutlicher Mehrheit am Dienstag ein Gesetz verabschiedet, dass „Werbung“ für Homosexualität oder Geschlechtsumwandlungen bei Minderjährigen verbietet. 157 Abgeordnete stimmten bei einer Gegenstimme für den Gesetzesentwurf. Eingebracht hatte diesen Gesetzesentwurf die Fidesz- Datei des rechtsnationalistischen Regierungschefs Viktor Orban. Die Opposition boykottiert überwiegend diese Abstimmung. Mit Ausnahme der rechtsradikalen Partei Jobbik. 

Kritiker sehen im neuen Gesetz eine Einschränkung der Meinungsfreiheit und der Kinderrechte. Am Montagabend haben mehr als 5000 Menschen vor dem Parlament in Budapest gegen das Vorhaben demonstriert. 

Werbung von Unternehmen, die sich für die Rechte von Homosexuellen in Ungarn eingesetzt hatten, ist laut dem neuen Gesetz künftig verboten. Auch Bücher über Homosexualität sind nicht mehr zulässig. Filme wie „Bridget Jones- Schokolade zum Frühstück“ aber auch „Harry Potter“ und „Billy Elliot“ dürfen gemäß der neuen Regelung laut dem Fernsehsender RTL Klub Ungarn nur noch spätabends mit einer Freigabe ab 18 Jahren gezeigt werden. Darüber hinaus schreibt das Gesetz unter anderem vor, dass das Geburtsgeschlecht nicht geändert werden kann und das Homosexuelle keine Kinder adoptieren dürfen. 

Währenddessen findet in Österreich der Pride Monat statt, der für Sichtbarkeit, Toleranz und Vielfalt steht. Am 19.6 wird im Rahmen der Vienna Pride die Regenbogenparade stattfinden. Das ist eine politische Demonstration für die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender, intergeschlechtlichen und queeren Menschen.

PA/ Red.

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