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Twitter gesteht stereotype Bildauswahl

Nun soll der Algorithmus umfassend überarbeitet werden
© Pixabay

Twitter gesteht Fehler ein.

Der weltgrößte Mikroblogging-Dienst Twitter gibt Mängel bei seinem automatischen Bildzuschnitt zu. Nun soll der Machine-Learning-Algorithmus dahinter untersucht werden. Dem US-Unternehmen nach sollte die Auswahl eines Ausschnitts künftig lieber „von den Leuten, die unsere Produkte nutzen“ getroffen werden. Zurzeit seien die Systeme aber noch zu fehleranfällig. Im Vorfeld hatten sich Nutzer darüber beschwert, dass der für die Bildauswahl verwendete Algorithmus vorurteilsbehaftet arbeite und Gesichter weißer Menschen präferiere

„Repräsentationsschaden“

Twitter kam im Zuge der Überprüfung zu dem Schluss, dass der Algorithmus bei der Bildauswahl neben der Hautfarbe auch beispielsweise Männern Frauen vorzieht. Allerdings möchte man den Vorwurf, dass beim Bildzuschnitt der Brustbereich oder auch die Beine von Frauen bevorzugt werden, nicht gelten lassen. Statt den Fokus auf physische Merkmale zu legen, konzentriere sich die Software bei der Bildauswahl etwa auf die Zahlen bei Sporttrikots, hieß es Seitens Twitter. „Selbst wenn der Salienz-Algorithmus so angepasst würde, dass er die perfekte Gleichstellung zwischen ethnischer Zugehörigkeit und Geschlecht widerspiegelt, sind wir besorgt über den Repräsentationsschaden des automatisierten Algorithmus, wenn Personen sich nicht auf der Plattform so darstellen dürfen, wie sie es wünschen“, teilte Twitter mit. Auch würden durch Salienz andere mögliche Nachteile entstehen. Hierbei nannte das Unternehmen explizit ein mangelndes Fingerspitzengefühl bezogen auf kulturelle Unterschiede. Dies werde nun überarbeitet.

PA/Red.

 

 

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