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Twitch: Massiver Anstieg bei Beschwerden

Gamer erhalten wöchentlich mehrere tausend Urheberrechts-Ansprüche von Musiklabels.
© Unsplash

Die US-Streaming-Plattform Twitch sieht seit Mai einen massiven Ansteig bei Beschwerden über lizenzierte Musik in Streams. Jede Woche erhalten Gamer mehrere tausend Urheberrechts-Ansprüche von Musiklabels, selbst wenn sie die betroffenen Clips schon gelöscht haben. Zuvor kamen jährlich nur 50 von diesen Rechtsstreiten vor. Streamer fordern deswegen bessere Angaben dazu, welche Musik sie im Hintergrund spielen sollten.

Gelöschte Clips noch auf Server

„Wir werden so bald wie möglich mehr und bessere Optionen anbieten. Produzenten sollten eine vernünftige Chance haben, eventuelle Urheberrechtsverletzungen aus der Vergangenheit zu erkennen. Sie brauchen die Möglichkeit, ihre Musiknutzung zu ändern, bevor sie eine Beschwerde erhalten“, heißt es von Twitch.

Laut dem Twitch-Streamer Devin Nash ist es jederzeit möglich, eine Beschwerde wegen der Verwendung von lizenzierter Musik zu erhalten, selbst wenn die Inhalte schon gelöscht sind. Das liege daran, dass sich die Streams immer noch auf den Twitch-Servern befinden. Oft sind die betroffenen Clips schon mehrere Jahre alt. Zu viele urheberrechtliche Ansprüche, auf die Streamer nicht mit der Entfernung von Inhalten reagieren, droht die komplette Verbannung von Twitch.

Facebook Gaming hat Vorsprung

Twitch verspricht Streamern mehr Tools für die Verwaltung von Inhalten sowie mehr Information darüber, welche Musik erlaubt ist. Die Plattform will außerdem ihre Technologie zur schnellen Erkennung von geschützter Musik verbessern. Auch soll die Frist verlängert werden, in der Nutzer auf Beschwerden reagieren und die Musik entfernen können. Momentan beträgt sie nur drei Tage.

Streamern wird geraten, nur Songs auf dem im September veröffentlichten Tool „Soundtracks by Twitch“ zu nutzen. Hier finden sich mehr als eine Mio. Musikstücke, die hauptsächlich von kleineren Musiklabels stammen. In diesem Bereich hat der Konkurrent Facebook Gaming einen Vorsprung. Im September hat die Plattform Delas mit größeren Labels wie der Universal Music Group vereinbart. Streamer können deren Songs gratis spielen, solange sie nur im Hintergrund laufen.

 

PT/Red

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