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„TV total“-Comeback mit bösen Sprüchen

Die Neuauflage von „TV total“ orientiert sich sehr an den früheren Ausgaben, besticht allerdings mit deutlich zynischeren Bemerkungen.
©Henning Kaiser / dpa / picturedesk.com

Sebastian Pufpaff ist der neue Moderator des Fernsehklassikers.

Die Kult-Sendung „TV total“ feierte am gestrigen Abend ihr Comeback. Vor rund sechs Jahren hatte der ehemalige Moderator und Show-Erfinder Stefan Raab sein Zepter niedergelegt, nun traute sich erstmals jemand, es wieder aufzuheben. Die Rede ist von Comedian Sebastian Pufpaff, der gestern zur besten Sendezeit durch das Programm führte und die Show aus der „längsten Sommerpause, die man sich vorstellen kann“ zurückholte, wie er selbst sagte.

„Seit 2015 waren wir nicht mehr da, und alles lief außer Rand und Band. Soziale Medien, Fernsehen Internet, Fake News, alternative Nachrichten. Jetzt ist es an der Zeit. Es reicht. Wir müssen zurückkommen. Und jetzt werden wir hier richten und strafen für den ganzen Schrott, den es da draußen gibt“, so der 45-Jährige Grimme-Preisträger zu Beginn der rund 45 Minuten langen Sendung. Diese wirkte übrigens in Aufmachung, Szenenbild und Dramaturgie wie eine exakte Kopie der frühen Stefan-Raab-Ära. Sowohl der Trailer und die Musik (inklusive Showband), als auch das rollende Pult sowie das sogenannte „Nippelboard“ waren mit dabei. Letzteres, bei Fans besonders beliebtes Gadget bietet verschiedene Knöpfe, hinter denen sich Jingle-Klassiker verbergen. Studiogäste, wie dies bei Raab üblich war, gab es allerdings keine.

In den kommenden Shows, die jeden Mittwoch um 20:15 Uhr auf ProSieben laufen, will Pufpaff auch Influencer, Podcasts und andere neue Medien kritisch betrachten und auf die Schippe nehmen. Das größte „Opfer“ der gestrigen Show war allerdings die ZDF-Sendung „Wetten, dass..?“, die vergangenes Wochenende ebenfalls ihr Revival feierte. Mehrfach ließ der Comedian gemeine Sprüche über dessen Moderator Thomas Gottschalk ab, so kommentierte er das Zögern des Lockenkopfs vor einer Weltkarte im Zuge einer Wette mit: „Als der jung war, hatte Deutschland noch ganz andere Grenzen.“ Auch Schlagersternchen Florian Silbereisen musste einstecken. Die Macher der Sendung packten nämlich die Tonspur seines Auftrittes beim ARD-„Schlagerboom“ über die Ausschnitte anderer Videos – unter anderem über die Aufzeichnung einer Rede des Nazi-Politikers Joseph Goebbels.

APA/Red.

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