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Türkischer Journalist in Berlin erneut bedroht

Acarer bei Angriff Anfang Juli geschlagen und getreten.
© APA/AFP/STEFANIE LOOS

Türkischer Exil-Journalist Erk Acarer nach eigenen Angaben erneut in Berlin bedroht

Der regierungskritische türkische Journalist Erk Acarer, der bereits Anfang Juli Opfer eines Angriffs wurde (ExtraDienst berichtete), ist nach Angaben der Berliner Polizei erneut bedroht worden. Die Ermittlungen würden nun ausgeweitet. Geprüft werde auch, ob beide Vorfälle zusammenhängen, sagte eine Polizeisprecherin. Der für politisch motivierte Taten zuständige Staatsschutz im deutschen Landeskriminalamt ermittelt.

Acarer hatte am Dienstag getwittert, in den Garten seines Wohnhauses sei nachts ein in Papier gewickeltes, gekochtes Ei geworfen worden. Auf dem Zettel stand demnach auf türkisch: „Du wirst schon sehen.“ Der Journalist habe die Gegenstände an die Polizei übergeben, so die Sprecherin.

„Falls mir irgendwas passieren sollte, sind die AKP-MHP Regierung und deren Drahtzieher Banden und meiner Meinung nach die passive Deutsche Bundesregierung dafür verantwortlich“, so Acarer in einem weiteren Tweet. Die AKP ist die Partei des regierenden Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Sie bildet ein Regierungsbündnis mit der ultranationalistischen MHP, ohne die sie im Parlament keine Mehrheit hätte.

Acarer, der im deutschen Exil lebt, wurde nach Angaben der Polizei bereits Anfang Juli in Berlin von mehreren Angreifern im Innenhof seines Wohnhauses verletzt. Er erlitt eine Wunde am Kopf und wurde medizinisch behandelt. Zwei Männer hätten den 48-Jährigen geschlagen und getreten, ein dritter Mann habe die Umgebung beobachtet. Als Zeugen aufmerksam wurden, seien die Männer geflohen, hatte die Polizei mitgeteilt.

 

APA/Red.

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