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Totzauer setzt auf Publikumsnähe

„Sinnlose Hahnenkämpfe“ am österreichischen Medienmarkt müssten aufhören
© APA/ Herbert Neubauer

Lisa Totzauer verkündete Mitte Juli ihre Kandidatur als ORF- Generaldirektorin

Wenn die ORF– Wahl zu Gunsten von Lisa Totzauer ausgehen sollte, dann erwartet das ORF- Publikum mehr Gelder für das Programm, mehr Regionales und ein Fokus auf Innovation sowie Transparenz. Darüber hinaus tritt sie für einen höheren Frauenanteil in Führungspositionen, eine kooperative Haltung gegenüber anderen Marktteilnehmern und starke Sendungsteams ein, wie die ORF- Generaldirektor- Kandidatin im APA– Interview erklärte.

In einem Mitte Juli veröffentlichten Video, in dem sie ihre Kandidatur für die ORF- Wahl verkündete, positionierte sie sich als unabhängige Kandidatin, die dem Publikum verpflichtet sei. „Ich bin aber überzeugt davon, dass es entscheidend ist, noch näher an das Publikum heranzurücken und transparent mit Entscheidungsprozessen und Inhalten umzugehen“, so Totzauer. Darüber hinaus sieht sie die Debatte rund um die bürgerliche Mehrheit im Stiftungsrat und die damit einergehende Befürchtung, die Kanzlerpartei könne den ORF- Generaldirektorenposten im Allgemeinen bestimmen, kritisch. „Diese Wahrnehmung oder Zuschreiben ist für eine unabhängige öffentlich- rechtliche Anstalt sicherlich wenig dienlich. Dies gilt es mit persönlicher Glaubwürdigkeit und professioneller Distanz hin anzuhalten.“ Über eine Neuordnung des Entsendungsmechanismus in den Stiftungsrat zu befinden, stehe ihr nicht zu. Prinzipiell sieht sie aber „sehr viele extrem engagierte lösungsorientierte und kompetente Stiftungsräte“.

Ihr Entschluss, sich für den ORF- Chefsessel zu bewerben, sei jedenfalls aus Überzeugung erfolgt. „Wir brauchen eine innovative, dynamische Geschäftsführung, die programmliche und strukturelle Herausforderungen konsequent und nachhaltig angeht. Wir sehen eine digitale Revolution am Medienmarkt und eine Weichenstellung der nächsten fünf Jahre werden über die Zukunft des ORF entscheiden. Ich will als Journalistin und Programmmacherin mit langjähriger Führungserfahrung an der Spitze des größten Medienunternehmens Österreichs meinen Beitrag für einen unabhängigen, selbstbewussten und zukunftsorientierten ORF leisten.“ Auch Kooperationen am österreichischen Medienmarkt stehe sie offen gegenüber. Darüber hinaus möchte sie an den linearen Kanälen festhalten, auch wenn der ORF- Player in Zukunft zu voller Entfaltung finden soll. 

APA/ Red.

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