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TikTok-Trend verharmlost Femizide

Zahlreiche Männer teilen auf TikTok aktuell ihre Frauenmord-Fantasien
©pexels

Nicht jeder TikTok-Trend ist harmlos

Ein neuer „Trend“ auf der Videoclip-Plattform TikTok sorgt aktuell für Aufregung. Wie mehrere Medien berichten, wird die App zur Zeit vermehrt von männlichen Usern dafür genutzt, ihre Frauenmord-Fantasien mit der Öffentlichkeit zu teilen. SPÖ-Frauensprecherin Eva-Maria Holzleitner und Katharina Kucharowits, die netzpolitische Sprecherin der SPÖ, warnen die Produzenten derartiger Videos am gestrigen Dienstag in einer Aussendung: „Sie verharmlosen damit nicht nur Gewalt, sondern eine Straftat und ganz konkret Mord!“ 

„Junge Männer stellen Videos online, wo sie sich über Frauenmorde lustig machen und beschreiben, wie sie bei ersten Dates Frauen ermorden würden“, so die Erklärung dieses „Trends“ in der Aussendung. Gewalt und Femizide zu verharmlosen und als Teil von Online-Challenges oder Social-Media-Postings zu sehen, sei „brandgefährlich“. Dementsprechend fordern die beiden SPÖ-Specherinnen dringend Maßnahmen, um diese Entwicklungen zu stoppen.

Um Jugendliche, die nun mal einen großen Teil der TikTok-Nutzerschaft ausmachen, besser über derartige Themen aufzuklären, betonte Kucharowits die Wichtigkeit einer digitalen Grundbildung. Bereits in der Schule müsse ein starker Schwerpunkt auf Medienkompetenz gelegt werden, um Auswirkungen jeglicher Challenges oder Postings abzuschätzen und verstehen zu lernen. Holzleitner fordert zudem eine Aufstockung von Frauen- und Mädchenberatungsstellen, aber auch jener gegen Hass im Netz. „Femizide sind die Spitze des Eisbergs, wenn es um Gewalt an Frauen geht, sich darüber lustig zu machen, ist ein Schlag ins Gesicht für alle Hinterbliebenen von Ermordeten. Challenges, wie jene auf TikTok, sind kein Spaß, sondern die erste Stufe von Gewaltausübung“, statuierten die beiden Politikerinnen abschließend.

APA/Red.

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