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TikTok – Hilfe bei Trauerverarbeitung

Mit dem neuen Hashtag #GriefTok will TikTok Menschen in ihrer Trauer verbinden.
©unsplash

Soziale Netzwerke sind ein wichtiger Ort, um sich mit anderen zu verständigen, denen es genau so geht wie einem selbst.

Die chinesische Social-Media-Plattform TikTok will nun seinen Nutzern dabei helfen, Trauerfälle besser zu verarbeiten – und führt dafür den Hashtag #GriefTok ein. So bekommen die Betroffenen die Möglichkeit, mit anderen Betroffenen über ihre Gefühle zu reden oder anderen ihre Erfahrungen in der Trauerbewältigung mit anderen zu teilen.

Auch schon vor der Aktion waren Trauer und Verlust populäre Themen auf der Plattform. So wurde #grief bereits 1,4 Milliarden Mal aufgerufen – der neue Hashtag #grieftok hat bereits über 43 Millionen Zugriffe. Hier werden nicht nur Erzählungen von Tod und Verlust in Form von Fotos und Videos geteilt, sondern auch Erinnerungen an geliebte Menschen. Auch andere Hashtags, wie etwa #griefjourney – ein Begriff, der den langen und individuellen Prozess der Trauerverarbeitung zeigt – haben über 338 Millionen Aufrufe. „Trauer kann eine Emotion sein, die unglaublich schwer alleine zu verarbeiten ist“, meint TikTokerin und GriefTok-Mitglied Lauren Bulloch. Auf ihrem Account berichtet sie von ihren Trauererfahrungen und weiß aus erster Hand, dass ein Ort zum Austausch den Betroffenen in solch einer schwierigen Situation erheblich helfen kann.

Austausch gegen Einsamkeit

Im vergangenen Jahr, aber auch noch 2021 war die Trauerbewältigung besonders hart – aufgrund der zahlreichen Lockdowns und Reisebeschränkungen mussten viele Trauerfeiern ausgesetzt werden, wodurch den Menschen die traditionelle Art, sich von ihren Liebsten zu verabschieden, fehlte. Da könnten Trauer-Technologien wie jene auf TikTok Abhilfe schaffen – auch wenn diese erst einmal neu und ungewohnt für viele sind. Sie können gerade in solchen Zeiten Menschen verbinden und ein Gefühl von Gemeinschaft vermitteln.

„Jeder trauert unterschiedlich, weshalb sich viele Leute nach einem Trauerfall oft einsam, isoliert und missverstanden fühlen. Kommunikation und das Teilen der eigenen Gefühle in einer Community können da sehr hilfreich sein“, meint Trauma-Psychologin Zoe Clews. Zudem sei es eine große Hilfe, zu hören, dass man mit seiner Trauer nicht alleine ist. „GriefTok ist ein sicherer Ort, an dem Trauernde Toleranz, Empathie und Unterstützung finden. Die breitere und öffentlichere Diskussion auf Plattformen wie TikTok könnte künftig auch zu weniger Stigmen rund um Themen wie mentale Gesundheit, Tod und Sterben führen.“

Pressetext/Red.

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