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Telegram gibt Daten an deutsche Sicherheitsbehörden weiter

Betroffen seien nur "herausgehobene Einzelfälle"
© Unsplash

Telegram wurde weltweit gleichermaßen von Kriminellen, Terrorverdächtigen sowie Oppositionellen genutzt – nun wurden Nutzerdaten an deutsche Sicherheitsbehörden übermittelt

Des Messenger-Dienst Telegram ist zuletzt während der Corona-Pandemie zu einer beliebten App geworden. Bekannt wurde sie vor allem wegen der massiven Verbreitung von Fake News und Hasspostings rund um den Virus und die dazugehörigen, staatlich verordneten Schutzmaßnahmen. Immer wieder werden krude Verschwörungstheorien verbreitet. Teilweise wird sogar zur Gewalt gegen Politiker, Ärzte und andere Zivilisten aufgerufen. Nun hat der Messenger-Dienst Nutzerdaten an deutsche Sicherheitsbehörden weitergegeben. Bestätigt wurde diese Information vom Innenministerium in Berlin – auf Anfrage des NDR, wie der Sender am Mittwoch mitteilte.

Sammelbecken für Kriminelle

Bisher hatte Telegram damit geworben, dass Nutzerdaten nicht an Regierungen und Ermittlungsbehörden weitergegeben werden. Die Folge: Der Messenger-Dienst wurde weltweit gleichermaßen von Kriminellen, Terrorverdächtigen sowie Oppositionellen genutzt – im Vertrauen darauf, dass ihre Daten dort sicher sind.

Gegenüber dem Rechercheformat „STRG_F“ (NDR/funk) erklärte das Ministerium demnach, es handle sich um wenige „herausgehobene Einzelfälle“, in denen Telegram Bestandsdaten übergeben habe, also zum Beispiel IP-Adressen von Nutzerinnen und Nutzern. Wie der NDR berichtet, handle es sich hierbei um 25 Fälle, in denen es um möglichen Kindesmissbrauch und islamistischen Terrorismus ging. In fast 400 Fällen seien Inhalte von Telegram gelöscht worden.

 

APA/ Red.

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