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Tag der Pressefreiheit

Qualitätsjournalismus ist unverzichtbar
© Pixabay

Im Rahmen des Tages der Pressefreiheit, setzt sich der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) mit der Österreichischen Medienlandschaft auseinander. Das jüngst veröffentlichte Ranking zur Pressefreiheit zeigte deutlich, dass in Österreich noch Nachholbedarf besteht. Auch die körperlichen und verbalen Angriffe auf Journalisten und Journalistinnen haben in der Zeit der Corona- Pandemie spürbar zugenommen. Seitens Eike- Clemens Kullmann und Stefan Jung, den Vorsitzenden der Wirtschaftsbereiche Journalisten und Journalistinnen und ORF- Journalisten sowie ORF- Töchter in der Gewerkschaft GPA, spricht man von einer Förderung einer neuen Form des „Verlautbarungsjournalismus“ und eine kaum überschaubare Zahl an Falschmeldungen, die täglich in Umlauf gebracht werden.

Unabhängigkeit für Journalisten und Journalistinnen

„Um mit qualitätsvollem, kritisch hinterfragendem Journalismus dagegen halten zu können, diesen zu stärken und damit einen wichtigen Grundpfeiler einer funktionierenden demokratischen Gesellschaft abzusichern, braucht es endlich eine Neuausrichtung der Medienförderung mit klar definierten Qualitätsstandards. Die nach politischem Gutdünken eingesetzte Inseratenkeule ist dafür ganz sicher kein Ersatz“, so Kullmann. Im Zusammenhang mit der Pressefreiheit wird heuer im Sommer auch die Wahl der ORF- Geschäftsführung ein besonderes Augenmerk erhalten. „Die Wahl der ORF-Direktorinnen und Direktoren durch einen nach wie vor parteipolitisch besetzten und dominierten Stiftungsrat wird zeigen, wie ernst die türkis-grüne Politik die Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und seiner Journalistinnen und Journalisten nimmt“, so Jung.

Frage der Finanzierung

Ein weiterer Fokus wird auch auf die Anfragebeantwortung durch den Bundeskanzler zur „Wiener Zeitung“ gelegt. „Auch wenn Sie es anders sehen mögen, Herr Kurz, der Betrieb und die Finanzierung dieser Tageszeitung fallen sehr wohl in den Aufgabenbereich der Republik. Schließlich ist sie die Eigentümerin des Mediums. Die Zuständigkeit ist klar im Staatsdruckereigesetz geregelt, zudem gibt es ein gültiges Redaktionsstatut“, so Kullmann. Auch der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) pflichten dem bei und kritisieren die Regierungsinserate. Sie fordern eine moderne Form der Presseförderung. 

Notwendiges Korrektiv in der Demokratie

Einig sind sich die beiden Vorsitzenden Kullmann und Jung darüber, dass die Corona- Pandemie die strukturellen Schwächen der heimischen Medienlandschaft, aber auch das Fehlen einer konsequenten Medienpolitik zur Förderung des Qualitätsjournalismus aufgezeigt hat. Die ÖJC fordert darüber hinaus die Journalisten und Journalistinnen auf, die Strategie der Message- Control der aktuellen Regierung zu bekämpfen. „Pressefreiheit ist ein hohes Gut. Daher gibt es viel zu tun, auch in Österreich“, betont ÖJC-Präsident Oswald Klotz abschließend.

PA/ Red.

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