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Super League stößt bei Medien auf Ablehnung

Zahlreiche Fernsehsender und Streaming-Anbieter wollen mit dem neuen Format nichts zu tun haben.
© Pixabay

Fans und Medien lehnen Super League ab.

Am Montagabend gaben einige Top-Clubs in Europa bekannt, ab sofort in einer eigenen Liga spielen zu wollen. Das Ziel dahinter, maximaler Profit. Unter den Vereinen waren Arsenal, Chelsea, Liverpool, Manchester City, Manchester United, Tottenham Hotspur aus England, AC Mailand, Inter Mailand und Juventus Turin aus Italien sowie die spanischen Clubs Real Madrid, FC Barcelona und Atlético Madrid. Allerdings zogen sich Chelsea und Machester City nach heftigen Fan-Protesten und Kritik von anderen Vereinen schnell wieder zurück. Auch die Medien zeigen offenbar kein Interesse am gewinnorientierten Format.

Super League würde dem Fußball schaden

Laut „Financial Times“ hätten die Initiatoren der Eliteliga mit möglichen Käufern der Übertragungsrechte wie Facebook, Amazon, Disney und Sky gesprochen. Ziel war es dadurch vier Mrd. Euro einzunehmen. Facebook und Amazon zu Folge habe man allerdings bisher noch keine Gespräche geführt. Unterdessen versucht die UEFA, laut einem „Bloomberg“-Bericht, zusätzliche Finanzmittel für ihre reformierte Champions League einzuwerben. Man wolle der Super League Paroli bieten. Die UEFA befinde sich in Gesprächen mit dem Londoner Investor Centricus Asset Management über ein Finanzierungspaket von sechs Mrd. Euro. Die Champions League soll ab 2024 in einem neuen Modus stattfinden. Die derzeitigen Inhaber der TV-Rechte an der Champions League verurteilen das neue Format einer Super League. Sie befürchten Attraktivitätsverlust der Champions League, wenn über zwölf Spitzen-Teams abwandern würden. Laut der britischen BT würde die Super League dem Fußball schaden.

Traditionelle Rechtinhaber wollen nicht wechseln

Die spanische Mediapro prophezeite, dass das neue Format zum Scheitern verurteilt wäre. Die TV-Sender wären nicht bereit ihre Zusammenarbeit mit der UEFA zu beenden. Auch der Streaming-Dienst DAZN gab bekannt, dass man keinerlei Interessen an Gesprächen über die Rechte an der Super League habe. Ähnliches vermeldete Sky. Man wolle sich vollständig auf die Zusammenarbeit mit den langjährigen Partnern in Großbritannien und Europa konzentrieren. Aus der Sicht von Analysten hätten Amazon und der Disney-Sportsender ESPN die besten Chancen, die Super League zu zeigen. Die traditionellen Rechtinhaber hielten sich allerdings zurück. Sie müssten sonst um ihr Verhältnis zu den internationalen Verbänden – die Europa- und Weltmeisterschaften veranstalten – und den nationalen Ligen fürchten, sagte Medienanalyst Ian Whittaker.

APA/red

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