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Suizidprävention per Social-Media Daten gefordert

Britische Psychiater wollen anonyme Informationen über betroffene User.
© Pixabay

Depression: Forscher fordern Daten von Facebook und Co.

Das britische Royal College of Psychiatrists (RC Psych) http://rcpsych.ac.uk will Social-Media-Unternehmen wie Facebook und Instagram dazu zwingen, bestimmte User-Daten herauszugeben, um die Suizidgefahr bei jüngeren Nutzern zu verringern. Dabei soll die Identität der Nutzer geheim bleiben. Das College, das 18.000 britische Psychiater repräsentiert, fordert die Regierung zu entsprechenden Maßnahmen auf.

Es sei wichtig zu wissen, welche Vorzeichen es für einen Suizid gibt. Beispielsweise ist es möglich, dass suizidgefährdete Jugendliche nach bestimmten Seiten oder Inhalten suchen, die sich um das Thema drehen. Deswegen wäre die Herausgabe dieser Daten an die Forschung im Sinne der Allgemeinheit. Der Schutz von Leben ist ein höherrangiges Gut als der Schutz von Daten.
Die Daten, die das RC Psych für seine Forschung einfordert, betreffen die Inhalte, die sich junge User auf Social-Media-Plattformen ansehen, sowie die Zeit, die sie mit sozialen Medien verbringen. Dabei sollen die betroffenen Jugendlichen anonym bleiben. Nur so sei es möglich, die Risiken und Vorteile von Social Media wirklich zu verstehen.
„Diese Daten würden verdeutlichen, wie junge Menschen mit sozialen Medien interagieren, nicht nur wie viel Zeit sie online verbringen“, so Bernadka Dubicka, Leiterin der Abteilung für Kinder und Jugendliche des RC Psych.

Die britische Regierung plant die Aufstellung einer neuen Regulierungsbehörde, die von Social-Media-Unternehmen Daten über die Nutzung der Plattform einfordern kann. Dubicka sieht es als wichtig, dass hier möglichst strikte Maßnahmen gesetzt werden. „Selbstregulierung funktioniert nicht. Die Regierung muss diese Unternehmen zur Verantwortung ziehen“, fordert die Forscherin.

 

 

 

 

Pressetext/red

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