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Manche jubeln, manche sehen das Ende des freien Internets gekommen

 

Die beschlossene Urheberrechtsreform sorgt weiter für Wirbel

 

Der Reformentwurf sieht vor, dass in  Plattformen dafür verantwortlich sind, wenn Nutzerinnen und Nutzer urheberrechtlich geschütztes Material ins Netz stellen. Das wird in Artikel 13 der geplanten Änderungen geregelt, der nun mit 14 zu neun Stimmen gebilligt wurde.

 

Auch die im Internet so beliebten Memes könnten ihr Ende finden. Ihr Ursprungsmaterial ist schließlich copyright-geschützt und wird von verschiedenen Nutzern zu eigenen Zwecken adaptiert. Der verantwortliche Berichterstatter des Ausschusses, Axel Voss von der deutschen CDU, sieht die „Meme-Kultur“ hingegen als „kulturelle Kriminalität“. „Ich verstehe diese Ausgangssituation gar nicht“, so Voss im Interview mit dem BR. „Dass man meint, mit den Rechten anderer gestalte ich meine Meinungsfreiheit. Das ist etwas, was man vielleicht hat laufen lassen in den letzten Jahren, aber wo man jetzt zurückkommen muss, weil es übertrieben wird.“, berichtet orf.at

 

Anders sehen dies Abgeordnete von anderen Parteien. „Das freie Internet, wie wir es kennen, gerät mit diesen Regeln immer weiter unter Druck“, sagte etwa die SPÖ-Europaabgeordnete Evelyn Regner. Wenn „Plattformen künftig eine Totalkontrolle aller online gestellten Inhalte vornehmen, würde das Internet zu einer Zensurmaschine verkommen“, zitiert orf.at Regner.

Bildcredit: pixabay