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Stiftungsrat genehmigt ORF-Finanzplan 2021

Mit der „Strategie ORF 2025“ soll der digitale Transformationsprozess eingeleitet werden.
© ORF/Roman Zach-Kiesling

ORF-Stiftungsrat Bernhard Tscherpitsch bei einem Interview anlässlich der Eröffnung der Riesenorgel im Wiener Stephansdom

Der ORF-Stiftungsrat genehmigte am 3. Dezember in seiner Plenarsitzung den ORF-Finanzplan 2021 und die „Strategie ORF 2025“ einstimmig. „Trotz der vielfältigen Herausforderungen hat der ORF die Auswirkungen der Corona-Pandemie im Betrieb, im Programm sowie auch wirtschaftlich bisher gut bewältigt. Innerhalb weniger Monate konnte der Turnaround 2020 zu einem aus heutiger Sicht ausgeglichenen Ergebnis geschafft werden. Durch Einsparungen von rd. 75 Mio. Euro wird der ORF auf Basis des Finanzplanes 2021 ebenfalls positiv abschließen und gleichzeitig sehr ein opulentes Programmangebot präsentieren sowie wichtige Zukunftsinvestitionen tätigen. Das ORF-Medienstandortprojekt und die Entwicklung des ORF PLAYERS liegen im Plan, die Marktanteile der ORF-Medien stark im Plus. Die digitale Zukunftsstrategie ‚ORF 2025‘ schafft die Grundlagen für die erfolgreiche Weiterentwicklung des ORF vom Public Service Broadcaster zur Public Service Plattform. Damit konnten heute wichtige Weichenstellungen für die digitale Zukunft des ORF vorgenommen werden“, erklärte ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz bei der Sitzung.

Der ORF hat mit seinem Sicherheitskonzept die Krise bis jetzt gut bewältigt: Home-Office wurde neuerlich verstärkt, und der Belegschaft werden gratis Covid-19-Schnelltests angeboten. Wirtschaftlich hat der ORF innerhalb weniger Monate den Turnaround 2020 trotz eines coronabedingt negativen Forecasts durch Investitionen ins Programm (z.B. „Dancing Stars“, „Vienna Blood“, Informationsformate, Corona-sichere Fiction-Produktion, Kultur- und Sportevents uvm.) und gute Kommunikation mit der Werbewirtschaft geschafft und wird heuer voraussichtlich ausgeglichen bilanzieren.

Der wirtschaftlich stabile Weg soll 2021 fortgesetzt werden. Durch die Einsparung von rd. 75 Mio. Euro und die Fortsetzung des Strukturreformprogramms kann der ORF ein umfangreiches Programmangebot finanzieren (z. B. EURO, Olympia, Starmania 21, österr. Filme und Serien, Investitionen in Landesstudios etc.) und Investitionen in Zukunftsprojekte wie die Finalisierung des multimedialen ORF-Mediencampus und die Entwicklung des ORF Players tätigen. Der ORF wird gemäß der vorliegenden Planung 2021 ein Ergebnis in der Höhe von 0,2 Mio. Euro erreichen. Das Konzernergebnis vor Steuern wird 2021 bei 8,1 Mio. Euro liegen. Die Umsatzerlöse des ORF sind für 2021 mit 976,1 Millionen Euro geplant. Die Erlöse aus den Programmentgelten sind für 2021 mit 646,7 Mio. Euro geplant, die Werbeerlöse mit 206,3 Mio. Euro, die sonstigen Umsatzerlöse mit 123,1 Mio. Euro.

Strategie ORF 2025

Mit der „Strategie ORF 2025“ leitet der ORF einen umfassenden digitalen Transformationsprozess ein: die Weiterentwicklung vom Public Service Broadcaster zur Public Service Plattform. Künftig kombiniert der ORF gleichberechtigt lineare Channels und non-lineare Plattformangebote zu einem hybriden Gesamtangebot, das Public Network Value stiftet. Die „Strategie ORF 2025“ wurde von der ORF-Geschäftsführung in enger Abstimmung mit dem Stiftungsrat erarbeitet.

Im Rahmen des ORF-Mediencampus-Projekts sind die Rohbauten für den Multimedialen Newsroom, Ö1 und Ö3 fertiggestellt. Der ORF ist damit als eine von wenigen öffentlichen Institutionen bei einem großen Bauprojekt trotz Corona-Pandemie sowohl im Budget- wie auch im Zeitplan. Auch die Entwicklung des ORF Players läuft derzeit mit der Abstimmung des grafischen Designs plangemäß. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind allerdings noch offen.

PA/red

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