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Staatsdruckerei fliegt von der Börse

Der letzte Handelstag ist am 13. März - Aktienpreis hat sich seit Börsengang 2011 mehr als verdoppelt.
© OSD Scheiblecker

Die Staatsdruckerei akzeptiert die Entscheidung der Wiener Börse, Rechtsmittel dagegen werden keine eingelegt.

Die privatisierte Staatsdruckerei (OeSD) fliegt nach knapp neun Jahren von der Wiener Börse. Das Unternehmen hat es nicht geschafft, seinen Streubesitz bis Jahresende 2019 von rund 1 auf 2 Prozent zu erhöhen. Das ist der Mindestwert, den das Börsengesetz vorschreibt, er gilt von EU wegen seit 2018. Auswirkung aufs tägliche Geschäft habe die Entscheidung der Wiener Börse aber nicht.
„Die Entscheidung der Wiener Börse AG bewirkt keine Beeinträchtigung des ordentlichen Geschäftsgangs des Unternehmens“,  hieß es in der Aussendung der Staatsdruckerei. Die Staatsdruckerei akzeptiere die Entscheidung der Wiener Börse und wolle keine Rechtsmittel dagegen einlegen.

Rechte der Aktionäre bleiben erhalten

Der letzte Handelstag an der Wiener Börse finde am 13. März statt. Bis dahin haben die Aktionäre noch Zeit ihre Aktien zu handeln oder zu verkaufen. „Jenen Aktionären, die ihre OeSD-Aktien behalten wollen, stehen auch nach dem Delisting weiterhin alle Rechte wie etwa die Teilnahme an der jährlichen Hauptversammlung samt Stimm-, Antrags-, Auskunfts- und Rederecht sowie eine Dividendenauszahlung zu“,  so das Unternehmen.
Für die OeSD ist der Gang von der Börse keine große Sache, wie es zur APA hieß. Für die Aktionäre soll sich nichts ändern, sie können ihre Anteile behalten oder noch verkaufen. Auch die Mitarbeiterstiftung bleibt Aktionärin der Gesellschaft, sie hält rund 4,9 Prozent an der Österreichische Staatsdruckerei Holding AG. Haupteigentümer der Aktiengesellschaft sind über Stiftungen Johannes Strohmayer und Robert Schächter (je knapp 46 Prozent).
Die Staatsdruckerei blickt auf eine mehr als zweihundertjährige Geschichte zurück. 1804 gründete Kaiser Franz I. die „k.k. Hof- und Staatsdruckerey“, die 1850 mit der Briefmarkenherstellung begann. Nach Ende der Monarchie war sie die „Österreichische Staatsdruckerei“, zur Jahrtausendwende wurde sie, in der Ära Schüssel/Grasser, in zwei Teilen privatisiert.
Am 11.11.2011 erfolgte schließlich der Gang an die Wiener Börse, wo die OeSD-Aktien im Amtlichen Handel im standard market auction, dem Segment für die weniger liquiden Aktien, notieren. Damals war die Aktie 11,50 Euro wert, zuletzt waren es 25,40 Euro.

 

 

APA/red

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