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Spotify-Blackout

Totalausfall des Audio-Streamingdienstes am 08.03.2022 mittlerweile behoben.
@ Unsplash

Zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer weltweit mussten gestern für einige Stunden auf den Audio-Streamingdienst verzichten.

„Irgendetwas stimmt nicht, und wir untersuchen es. Danke für Eure Berichte“, erklärte das schwedische Unternehmen Spotify vergangenen Dienstagabend auf Twitter, nachdem der Musikstreaming-Marktführer von einer Großstörung betroffen war. Auf dem Portal „allestoerungen.de“ meldeten mehr als 100.000 Nutzer Probleme. Anwender berichteten, dass sie nach dem Öffnen der App sofort wieder ausgeloggt werden. Nach rund zwei Stunden sackte dort die Störungskurve wieder steil nach unten ab. Am späteren Abend gab der Spotify-Support dann Entwarnung. „Jetzt sieht alles viel besser aus! Meldet Euch bei @SpotifyCares, wenn ihr noch Hilfe benötigt.“ Über die Ursache der Störung machte Spotify keine Angaben.

Auf der Watchlist

Das Unternehmen des Schweden Daniel Ek, das seit 2008 den Musikmarkt revolutioniert, wird mit einem vergleichsweise „gewöhnlichen“ Systemabsturz nicht erstmalig auffällig. Wesentlich langwieriger und nachhaltiger gestalten sich die Themen „Qualitätsentwertung“, „Hetze“ und „Subventionierung der Rüstungsindustrie“. So meinte beispielwseise Musiker Neil Young bereits zu Beginn des Jahres: „Wenn man Spotify unterstützt, zerstört man die Kunstform. Amazon, Apple Music und Qobuz liefern heute bis zu 100 Prozent der Musik, und es klingt deutlich besser als der beschissene, degradierte und kastrierte Klang von Spotify.“ Young empfiehlt allen Musikliebhaberinnen und -liebhabern, dem schwedischen Streaming-Portal den Rücken zu kehren und auf eine Plattform zu wechseln, der Musik wirklich ein Anliegen sei. Nicht zuletzt auch wegen Podcaster Joe Rogan, der immer wieder mit Unwahrheiten über die Corona-Impfung und homophoben sowie rassistischen Äußerungen auffällig wurde.

Spotify-CEO Ek tätigte zudem ein Investment von 100 Millionen US-Dollar in eine Firma, welche KI für die Rüstungsindustrie entwickelt. Nutznießer der Finanzspritze ist die Münchner Deeptech-Firma Helsing, die 2021 von Torsten Reil, Niklas Köhler und Gundbert Scherf gegründet wurde. Helsings Kerngeschäft ist die Auswertung militärischer Daten wie etwa Kamerabilder und Radardaten sowie andere Sensordaten. Aus ethischen Gesichtspunkten ist das für viele Musikschaffende ein Problem. Denn letztlich ist Eks Geld durch ihre Musik lukriert. RED.

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