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Rapidshare-Gründer stehen vor Gericht

 

Rapidshare-Gründer steht in der Schweiz vor Gericht

 

Der deutsche Gründer des ehemaligen One-Click-Hosters RapidShare muss sich gegenwärtig vor dem Strafgericht Zug in der Schweiz wegen gewerbsmäßiger Beihilfe zu massiven Urheberrechtsverstößen verantworten. Angeklagt sind neben dem Gründer auch seine Ehefrau sowie ein ehemaliger Firmenjurist, die beide in leitenden Funktionen bei Rapidshare tätig waren. Und dies mehr als drei Jahre nachdem der Hoster vom Netz gegangen ist. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, über das Unternehmen "einem unbeschränkten Kundenkreis File-Hosting-Dienste zur Verfügung gestellt haben". Kunden hätten diese Dienste genutzt, um in großer Zahl geschützte Werke hochzuladen und den dazugehörigen Link unrechtmäßig in Linksammlungen, Blogs und Foren publiziert zu haben.

 

Die Beschuldigten seien ihrer Pflicht, sich darum zu kümmern, dass das schweizerische Urheberrechtsgesetz eingehalten werde, nicht hinreichend nachgekommen. Im Wissen um diese Problematik seien sie für Rechtsverletzungen ihrer Kunden "im Zeitraum vom 1. Oktober 2010 bis 31. Dezember 2012" strafrechtlich persönlich verantwortlich. Die von der Staatsanwaltschaft beantragte generelle Geldstrafe für den Hauptangeklagten soll 192 Tagessätze zu 3000 Franken betragen, insgesamt umgerechnet knapp 512.000 Euro. Die Zahlung soll aber auf Bewährung ausgesetzt werden. Zusätzlich sei eine Geldbuße in Höhe von 144.000 Franken beantragt worden.

Bildcredit: pixabay