Skip to content

Soziale Medien auch für ältere Personen förderlich

Dennoch kein Ersatz für persönliche Kontakte
© Unsplash

Ältere Menschen beschweren sich häufiger, dass die Jugend nur am Telefon hängt. Dabei könnte es auch ihnen helfen. Das fand eine Untersuchung von  Yijung K. Kim von der University of Texas in Austin heraus. Die Studie zeigte, dass sich die Nutzung sozialer Medien positiv auf das Wohlbefinden sozial isolierter älterer Erwachsener auswirken kann.

An der Untersuchung teilgenommen, haben Personen ab 65 Jahren. Dabei zeigte sich, dass diejenigen, die soziale Medien verstärkt nutzen, eine positivere Stimmung an den Tag legten als jene, die darauf verzichten. Dies gelte aber nur, wenn das genutzte Netzwerk nicht allzu groß ist.

„Als der pandemische Lockdown alle zwang, zu Hause zu bleiben und sich auf das Internet für soziale Verbindungen und den Informationsaustausch zu verlassen, wollte ich wissen, ob es eine digitale Kluft zwischen Jüngeren und Älteren gibt“, so Kim.
Noch gebe es nicht viel Forschung dazu. „Um die Social-Media-Nutzung älterer Erwachsener besser zu verstehen, war es wichtig, über den Vergleich von Social-Media-Nutzern mit Nicht-Social-Media-Nutzern hinauszugehen und die Stimmung von einzelnen Personen an Tagen zu vergleichen, an denen sie die sozialen Medien intensiver und weniger intensiv nutzten.“

Insgesamt nahmen 313 Erwachsene aus Austin mit einem Durchschnittsalter von 74 Jahren an der Studie teil. Dafür mussten sie fünf bis sechs Tage etwa sechsmal täglich einen Fragebogen ausfüllen. Mit diesem bewerteten sie ihre Stimmung und berichteten, ob sie in den vergangenen Stunden soziale Median genutzt hatten und ob sie in den abgelaufenen drei Stunden persönliche soziale Begegnungen hatten.

Mithilfe dieser Bewertungen können Forschende analysieren, wie die tägliche Nutzung sozialer Medien einer Person samt ihrer Stimmung an diesem Tag aussahen. Zusätzlich kann der Grad der persönlichen Sozialisation, der damit zusammenhängt, ausgemacht werden.

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass eine größere Anzahl von persönlichen sozialen Begegnungen die Stimmung bei den Teilnehmenden anhob, ebenso wie die Nutzung sozialer Medien bei fehlenden persönlichen Kontakten.
Außerdem zeigte sich, dass mehr Zeit am Telefon auch zu einer schlechteren Stimmung führen kann. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass soziale Medien für ältere Erwachsene mit wenigen persönlichen sozialen Kontakten am vorteilhaftesten sind. Teilnehmende mit kleineren sozialen Netzwerken gaben an, dass eine verstärkte Nutzung der sozialen Medien gut für ihre Stimmung sei. Diejenigen, die allerdings in einem größeren Netz unterwegs waren, profitierten dagegen nicht von einer Hebung der Stimmung.

 

 

PA/ Red.

Gefällt Ihnen der Beitrag?
Facebook
Twitter
LinkedIn
Telegram
WhatsApp
Email