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Social-Media-Einschränkungen für Brasiliens Präsident

Facebook und YouTube bestrafen den Präsidenten Jair Bolsonaro für seine Falschaussagen.
©unsplash

Jair Bolsonaro ist seit 1. Januar 2019 das Oberhaupt Brasiliens.

Impfstoffe würden „das Risiko einer Ansteckung mit der Krankheit nicht verringern und andere Infektionskrankheiten verursachen“, so der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro in einem kürzlich veröffentlichten YouTube-Video. Konkret sprach er davon, dass die Corona-Impfung sich negativ auf HIV-Infizierte auswirken würde. Auch in seiner wöchentlichen Live-Ansprache auf Facebook äußerte er sich dementsprechend und verwies auf britische Studien, die genau das beweisen würden – ein Umstand, den die britische Regierung bereits widerlegte, denn es gebe keinerlei Erkenntnisse über den Zusammenhang der Impfstoffe und Aids.

Für diese falschen Behauptungen greifen die beiden sozialen Netzwerke nun hart durch: Sowohl Facebook als auch YouTube löschten die Videos. Zudem wurde die Kommentarfunktion für die Nutzer auf den Kanälen einschränkt. YouTube sperrte den Präsidenten außerdem für eine Woche mit der Begründung, dass das Video gegen die „medizinischen Desinformationsrichtlinien zu Covid-19“ der Plattform verstoße.

Eine Stellungnahme des Präsidenten dazu gibt es nicht. Dennoch bleibt Bolsonaro bei seiner Meinung und will sich nicht impfen lassen. Bereits in der Vergangenheit hatte er mit seinen fraglichen Äußerungen diesbezüglich für Aufsehen gesorgt. So hatte er unter anderem gesagt, dass die Bevölkerung selbst schuld wäre, wenn sie sich nach der Impfung „in einen Alligatoren“ verwandeln würde.

APA/Red.

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