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Schwarzer Bildschirme in Osteuropa

Medienkonzerne protestieren gegen geplante Werbeabgabe.
© Pixabay

In einer gemeinsamen Aktion haben private Rundfunk- und Fernsehsender, Zeitungen und Nachrichtenportale am Mittwoch in Polen gegen eine geplante Abgabe für Werbeeinnahmen protestiert. Sie sehen die Unabhängigkeit der Medien durch die Pläne der nationalkonservativen PiS-Regierung gefährdet. Die Regierung begründet ihr Vorhaben mit Folgen der Corona-Pandemie.

Die Fernsehsender der beiden größten Privatanbieter Polsat und TVN zeigten statt ihres Programms nur einen schwarzen Hintergrund mit der Aufschrift: „Hier sollte ihre Lieblingssendung sein.“ Mehrere große Zeitungen erschienen auf der Titelseite mit einer gemeinsamen Erklärung der Verlage und Medienhäuser.

Die geplante Abgabe könne einen Teil der Medien in Polen schwächen oder sogar dazu führen, dass diese ganz vom Markt verschwinden, heißt es in der Erklärung. Das Schreiben wurde von mehr als 40 Medienunternehmen unterzeichnet.

Die PiS-Regierung will mit der Abgabe internationale und landeseigene Medienunternehmen sowie Kinos und Anbieter von Großwerbeflächen unter freiem Himmel für Einnahmen aus Werbung zur Kasse bitten. Die Hälfte der Einnahmen aus der neuen Abgabe soll in den Nationalen Gesundheitsfond NFZ fließen.

APA/Red.

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