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Schriftsteller Ziel von mutmaßlichen Nawalny-Tätern?

Bykow war vor zwei Jahren an Bord eines Flugzeugs kollabiert
© Pixabay

Die russischen Geheimdienstler, die von Regierungskritiker Nawalny für das Gift-Attentat auf ihn verantwortlich gemacht werden, hatten es einer Recherche zufolge auch auf einen kremlkritischen Schriftsteller abgesehen. Dmitri Bykow könnte im Jahr 2019 ebenfalls Opfer eines Giftanschlags geworden sein. Dies geht aus einer Recherche von der Investigativplattformen „The Insider“ und „Bellingcat“ hervor. Laut dieser sollen russische Agenten des FSB bereits ein Jahr zuvor begonnen haben Bykow zu beschatten. Dies gehe aus den Reisedaten der Männer hervor. Bykow, der unter anderem als Kolumnist für die regierungskritische Zeitung „Nowaja Gaseta“ schreibt, war vor mehr als zwei Jahren an Bord eines Flugzeugs kollabiert und lag anschließend mehrere Tage im Koma. Den Grund für den Zusammenbruch stellten die Ärzte damals nicht fest. Die Investigativjournalisten betonen, dass die anfänglichen Symptome des heute 53-jährigen denen Nawalnys geähnelt haben sollen.

Sprecherin entsetzt

Kira Jarmysch, Sprecherin Nawalnys zeigte sich angesichts der Recherche entsetzt. „Davon gefriert einem buchstäblich das Blut. Unser Land wird von Menschen regiert, die ihre Mitbürger töten. Jeder Andersdenkende könne in Russland zum Opfer eines solchen Anschlags werden – „ob Oppositionspolitiker oder Poet“, schrieb sie auf Twitter. Nawalny ist bereits seit Monaten in einem Straflager inhaftiert.

Der Oppositionspolitiker war im vergangenen August mit dem Nervenkampfstoff Nowitschok vergiftet worden. Er machte Präsident Wladimir Putin und den FSB mehrfach für den Anschlag auf ihn verantwortlich. Kreml und FSB weisen das zurück. Investigativjournalisten berichteten in den vergangenen Monaten hingegen immer wieder über Attentate auf russische Oppositionelle, in die Geheimdienstler verwickelt gewesen sein sollen.

APA/red

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