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Schon Einjährige mit digitalen Medien in Kontakt

72 Prozent der Kinder zwischen 0 und 6 Jahren benutzen gelegentlich internetfähige Geräte.
© saferinternet.at/APA-Fotoservice/Hörmandinger

v.l.: Matthias Jax (Projektleiter saferinternet.at), Barbara Buchegger (pädagogische Leiterin saferinternet.at) und Maximilian Schubert (Gneralsekretär ISPA)

Anlässlich des Safer Internet Day am 11. Februar 2020 veröffentlichte saferinternet.at eine Studie des Instituts für Empirische Sozialforschung (IFES) zum Thema „Die Allerjüngsten und digitale Medien“. Laut der Befragung von 400 Eltern mit Kindern zwischen 0 und 6 Jahren geben 72 Prozent an, dass ihr Kind jünger als ein Jahr war, als es erstmals Kontakt mit digitalen Medien hatte. In Haushalten mit Kindern unter 6 Jahren stehen durchschnittlich vier bis fünf internetfähige Geräte. Bereits 72 Prozent der Kinder zwischen 0 und 6 Jahren beziehungsweise 81 Prozent der 3- und 6-Jährigen nutzen zumindest gelegentlich internetfähige Geräte selbst.

Am häufigsten beschäftigen sich Kinder dabei mit einem Tablet (32 Prozent). Häufig verwendet werden aber auch Smartphones (30 Prozent) und internetfähige Fernseher (21 Prozent). Nur eine untergeordnete Rolle spielen Computer und Laptop.

Die digitalen Hauptbeschäftigungen sind Videos anschauen (73 Prozent), Fotos betrachten (61 Prozent), Musik hören (61 Prozent) und Spiele spielen (51 Prozent). Die Hälfte der Kinder nutzt dafür das Gerät der Eltern, 28 Prozent ein Familiengerät. Immerhin 22 Prozent der Unter-Sechsjährigen besitzen bereits ein eigenes Tablet.

Gegenüber einer Vergleichsstudie aus dem Jahr 2013 stieg die tägliche Beschäftigung mit internetfähigen Geräten in dieser Altersgruppe von 15 auf 33 Prozent.  46 Prozent der Kinder nutzen sie mehrmals pro Woche (im Jahr 2013 waren es noch 30 Prozent).

Bewusstsein der Eltern

Erfreulicherweise sind sich Dreiviertel der Eltern bewusst, dass sie bei der Nutzung internetfähiger Geräte eine Vorbildwirkung haben. Neun von zehn Eltern treffen auch Vorkehrungen für den Gebrauch in Form von zeitlichen Beschränkungen oder Einschränkungen auf bestimmte Seiten/Apps. 57 Prozent der befragten Eltern gaben an, dass sie dabei sind, wenn das Kind das Gerät verwendet. Trotzdem meint Matthias Jax, saferinternet.at-Projektleiter: „Eltern stehen gerade bei der Mediennutzung ihrer Jüngsten vor einer großen, aber wichtigen Aufgabe. Geräte als ‚digitalen Schnuller‘ zu missbrauchen oder der Kontakt mit ungeeigneten Inhalten sind typische Risiken in dieser Altersgruppe.“

Wenn Kleinkinder digitale Medien nutzen, ist es entscheidend, altersgerechte Inhalte und Anwendungen für den Nachwuchs zu finden. Eltern machen dabei unterschiedliche Erfahrungen: Während es für 52 Prozent einfach oder sehr einfach ist, empfindet es mehr als ein Viertel (28 Prozent) der Befragten schwierig oder sogar sehr schwierig, geeignete Inhalte ausfindig zu machen.

PA/red

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