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Schmitt ist weg – „Wir fangen das intern auf“

Max Mahdalik, Teil der neuen redaktionellen Leitung von krone.at, im ED-Interview.
© Klemens Groh/Kronen Zeitung

Doris Vetterman (Krone-Politik-Expertin), Robert Lugar, Katia Wagner, Andreas Mölzer, OGM-Chef Christoph Haselmayer

Nach jahrelanger Krone-Affinität, nach leidenschaftlicher Verbundenheit mit dem verstorbenen Krone-Senior Hans Dichand, die auf Christoph Dichand übergegangen ist, hat Richard Schmitt nun die Seiten gewechselt. Zum – aus Krone-Sicht –  „übelsten Konkurrenten“, zu Wolfgang Fellner. In den sozialen Medien kursieren Bösartigkeiten, die Schmitt in Sachen Fellner noch vor wenigen Jahren abgesondert hat. Und plötzlich ist er beim Erzfeind. ExtraDienst wollte es genauer wissen und fragte in der Krone nach, wie es nach dem Abgang des mächtigen Online-Zampanos des großen Kleinformates dort weitergeht. Unter anderem übernimmt Max Mahdalik redaktionelle Leitungsaufgaben bei der Onlineausgabe. Im ExtraDienst-Talk erklärt er nun, wie die neue Marschrichtung aussehen soll:

Max Mahdalik: „Den Abgang von Richard Schmitt haben wir intern abgefangen, indem Martin Kallinger, Paul Tikal und ich jetzt zu dritt die redaktionelle Leitung von krone.at übernommen haben. Das funktioniert sehr gut. Die Quoten sind noch einmal angestiegen. Und wir streben eine sehr ausgewogene Berichterstattung an. Das kommt bisher sehr gut an und läuft gut.

ExtraDienst: Gibt es konkrete Ideen, „Online“ und „Print“ zusammenzulegen?

Mahdalik: Nein, das wäre jetzt zu weit in die Zukunft gedacht. Es ist natürlich immer ein gewisses Thema, dass das einmal passiert, online und print zusammenzulegen. Aber so konkret stellt sich die Frage darauf noch nicht.

ED: Wie hat man auf krone.at das altbekannte Sommerloch in diesem Jahr über die Bühne gebracht?

Mahdalik: Wir haben die Zeit mit unseren Sommergesprächen 2019, mit Moderatorin Katia Wagner, aufgefüllt. Sie sind auch auf ntv unter der gleichen Programmierung gelaufen. Das war für uns extrem erfolgreich und hat uns selbst überrascht, weil wir uns gedacht haben, die Leute werden im Sommer ein bisschen politikverdrossen sein. Nachdem rund um Ibiza so viel los war. Auf krone.at war die Zuseherzahl überdurchschnittlich gut. Die Gespräche mit Sebastian Kurz (ÖVP) und Norbert Hofer (FPÖ) sind dabei am besten angelaufen. Allein auf YouTube hatte der Talk mit Sebastian Kurz weit über 30.000 Aufrufe und auf krone.at natürlich noch mehr. Dann kommt auch noch ntv dazu. Also die Zahlen sind dann schon sehr gut. Am heutigen Mittwoch ist nach sechswöchiger Pause wieder die erste Brennpunkt-Sendung. Ich nenne es den Start der Rückrunde. Und wegen der Neuwahl ein bisschen vorverlegt, anders als zu Jahresbeginn geplant. Das Thema dreht sich dabei um H.C. Straches Zukunft. Die Gäste sind Andreas Mölzer, FPÖ-Abgeordneter Robert Lugar, Meinungsforscher Christoph Haselmayer und „Krone“-Innenpolitikexpertin Doris Vettermann. Wir haben das Gefühl, dass es gerade ein gutes Thema sein könnte, das die Leute auch interessiert. In Zukunft wird Moderatorin Katia Wagner auch redaktionell bei der Sendung maßgeblich mitentscheiden und beteiligt sein.

ED: Abseits des Talks #brennpunkt mit Katia Wagner – Welche neuen Formate gibt es sonst und was ist in naher Zukunft noch geplant?

Mahdalik: Wir haben relativ viele neue Sendungsformate, die gerade gestartet sind. Die „History“-Sendung „Damals“ läuft bei uns seit 1. August und ist eine sehr aufwendige Produktion. Die Sendung kommt täglich, teilweise blicken wir dabei über 100 Jahre in der Geschichte zurück. Und in das Archiv der Kronen Zeitung. Spannend ist dabei zum Beispiel „Was ist in unserem Land an einem 21. August schon passiert“. Da haben wir den Heinz Sichrovsky als Präsentator gewonnen, den man unter anderem von ORF III kennt und der auch bei uns schreibt. Und ein, wie ich finde, sehr profunder Moderator ist. Als neue Sendung haben wir auch das „freie Wort“ gemacht. Da bringen wir User-Kommentar ins Fernsehen. Das findet nur im TV statt. Da zeigen wir die spannendsten Geschichten des Tages und beleuchten dazu die besten Userkommentare – quasi User-Generated-Content. Das ist spannend für uns, weil wir so etwas noch nicht gemacht haben. Und natürlich auch neu ist „Digi, das Magazin“. (Anm. der Redaktion: Präsentiert wird das Format von der ehemaligen RTL-Moderatorin Sandra Thier). Eine wöchentliche Magazin-Sendung über digitale Bildung und digitale Themen. Zum Beispiel einer der Klassiker: „Wie gehen Jugendliche mit dem Handy um“. Ansonsten gibt es bei uns natürlich ständig viele Gespräche, auch gerade was die Wahl betrifft. Hierzu haben wir viel geplant, aber dazu kann ich noch nichts verraten.

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