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RSF: Mangelnde Pressefreiheit vor Russland-Wahl

Russische Staatsführung schloss laut NGO zahlreiche kremlkritische Internetseiten.
© Archiv

Laut Reporter ohne Grenzen mangelnde Pressefreiheit vor Russland-Wahl

Knapp drei Wochen vor der Parlamentswahl in Russland hat die Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen (RSF) mangelnde Pressefreiheit in dem Land beklagt. Die Staatsführung unter Präsident Wladimir Putin habe die Presse- und Meinungsfreiheit durch die Schließung kremlkritischer Internetseiten massiv eingeschränkt, so die Organisation am Dienstag. Zudem würden immer mehr Medien „willkürlich zu ausländischen Agenten erklärt“, unter anderem das Nachrichtenportal Meduza.

Russland wählt vom 17. bis 19. September ein neues Parlament. „Ohne unabhängige Medien, die über die gesellschaftliche Realität in Russland berichten, verliert die Wahl ihren Sinn“, sagte der Geschäftsführer der NGO, Christian Mihr. Die Organisation habe mit Blick auf die Wahl ihren Bericht zur „Internetzensur und Überwachung in Russland“ aktualisiert. Kritisiert wird demnach eine Vielzahl an neuen Gesetzen, die das Vorgehen auch gegen unabhängige Journalisten und Blogger in sozialen Netzwerken verschärften.

„Wenn über politische Alternativen und gesellschaftliche Probleme nicht berichtet und öffentlich diskutiert werden darf, bestätigt jede vermeintliche Abstimmung nur die verzerrte Wahrnehmung der Herrschenden“, sagte Mihr. Russland steht nach Angaben der Organisation aktuell auf Rang 150 unter den 180 Staaten auf der Liste der Pressefreiheit in der Welt.

 

APA/Red.

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