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Rohrmair-Lewis im ED-Talk über die Agenturszene

Der „Zum Goldenen Hirschen“-Geschäftsführer in Wien spricht von einem Wandel in der Branche.
© Zum goldenen Hirschen

Herbert Rohrmair-Lewis

„Die gesamte Branche durchlebt einen enormen Wandel“, sagt Herbert Rohrmair-Lewis, Geschäftsführer der Agentur „Zum Goldenen Hirschen“, in Wien, zu Beginn des ExtraDienst-Interviews. „Es gibt immer weniger kreative Assets die in Österreich produziert werden. Der spektakulärste heuer war wohl Magenta, mit dem kompletten Relaunch. Ansonsten beschäftigt viele Kunden der digitale Wandel und die Auswirkungen auf die Kommunikation“, so der Branchen-Experte. Und ergänzt: „Viele große Marken, nehmen Österreich einfach mit und auf internationalen Excel-Listen sind wir aufgrund der Größe nicht einmal mehr verortet. Dabei eignet sich Österreich auch ideal als Testmarkt, um später dann in andere Märkte zu skalieren. Es braucht mehr Mut.“

Neue Deals in Planung

Mit der Performance seiner Agentur im aktuellen Kalenderjahr sei Rohrmair-Lewis zufrieden. Auch neue Projekte sind bereits im Anlaufen, wie er verrät: „Wir haben ein sehr großes Markenprojekt für nächstes Jahr, das bereits in Vorbereitung ist. Auf das sind wir sehr stolz, aber bleibt noch bis 2020 geheim. Weiters haben wir eine große Privatstiftungen gewonnen, die ein neues Projekt in einem Bundesland aufzieht. Das begleiten wir. Das ist auch schon in Planung“. Genaue Namen der Kunden könne er noch nicht Preis geben. „Erstaunlich ist, dass immer mehr mit Geheimhaltungserklärungen gearbeitet wird – Kunden wollen nicht, dass man über sie spricht. Für mich ist das in Ordnung so“, sagt Rohrmair-Lewis dazu.

Markt stellt sich neu auf

Der Agentur-Chef über die aktuelle Situation am Markt: „Die Zeiten ändern sich – die großen Branchen- und Etat-Meldungen werden weniger und uninteressanter. In der Branche ist generell viel im Umbruch, man könnte sagen, der Markt sortiert sich um.“ Seine Agentur baue derzeit in Richtung Digitalisierung um: „Wir haben echt coole Entwickler an Board. Kreativität gepaart mit Digitalisierungs-knowhow. Das ist die Zukunft. Ansonsten gibt es einiges an Branchenrumor, von etablierten Agenturmarken. Uns kümmert das nicht.“

Neue Homepage vor Live-Schaltung

Demnächst wird der Online-Auftritt der Agentur in neuem Design erstrahlen. „Das ist echt cool, das Projekt machen wir – unabhängig vom Standort – gemeinsam mit der gesamten Hirschen Gruppe.“ Der Agentur-Chef freut sich vor allem über eines:

„Was wir wirklich leben, ist der Zusammenschluss mit der deutschen Hirschen Gruppe und den einzelnen Standorten. Wir nehmen uns heuer, als erster österreichischer Standort, einen deutschen Kunden vor. Wir sehen das sehr grenzenlos.“ Und sagt anschließend:

„Wir sind wahrscheinlich im Moment das erfolgreichste Agentur-Modell. Dezentral organisiert, kleine Einheiten, einzelne GmbHs die aber kollaborieren. Das heißt, wir nützen an den Standorten etwaige Leerzeiten, schicken unsere Mitarbeiter auf andere Standorte zur Inspiration“. Das sei derzeit die große Stärke des Agentur-Modells. Man fokussiere sich nicht nur auf den Wiener Standort.

Digitalisierungs-Agentur im Anflug

Über das erneute Wachstum sagt der Wiener: „In Summe ist die Hirschen Gruppe heuer von 600 auf 800 Mitarbeiter gewachsen und von 50 auf 70 Millionen Honorarvolumen. Das hat natürlich auch mit dem Standort in Köln zu tun, wo die letzten Jahre namhafte Handelskunden auf europäischer Ebene gewonnen wurden und seitdem betreut werden. Außerdem ist gerade eine Digitalisierungs-Agentur in Aufbau, die aller Voraussicht nach „Hirschen Valley“ heißen wird. Auch das Konsolidierungs-Ziel, das enorme Wachstum in Deutschland, wo wir in Österreich schon hinterherhinken, gilt es zu stabilisieren“, erklärt Rohrmair-Lewis.

Großes Gipfeltreffen in Alpbach mit „365 Sherpas“

Eine Ankündigung gibt es im ED-Gespräch dann auch noch: Mittels der zur Gruppe gehörenden PR-Agentur „365 Sherpas“ will man mit einem Get-Together im Tiroler Alpbach die Positionierung als eine der größten deutschsprachigen Agenturen nützen, um österreichische Manager mit jenen aus dem deutschen Nachbarland zu vernetzen. Dafür sei Alpbach ein guter Standort – die Eigenveranstaltung ist bereits ausgebucht. Der Event wird eine Premiere.

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