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ROG: 2020 mehr als 30 Medienleute getötet

Die Organisation fordert die Schaffung eines UNO-Sonderbeauftragten zum Schutz von Journalisten.
© Pixabay

Gewalt gegen Journalisten

Die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) hat die Tötung von weltweit mehr als 30 Medienschaffenden seit Jahresbeginn beklagt. Anlässlich des Welttags der Straffreiheit für Verbrechen gegen Journalisten forderte die Organisation am 2. November die Schaffung eines UNO-Sonderbeauftragten für den Schutz von Journalisten.

UNO-Generalsekretär António Guterres müsse das letzte Jahr seiner Amtszeit dafür nutzen, Medienschaffende besser zu schützen, erklärte RSF-Generalsekretär Christophe Deloire.

Insgesamt wurden laut der Organisation seit Jänner 29 Journalisten sowie drei weitere Medien-Mitarbeiter getötet. Den Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren führt RSF vor allem auf die Corona-Pandemie zurück. Bereits im vergangenen Jahr war die Zahl mit 49 getöteten Journalisten weltweit vergleichsweise niedrig gelegen. Insbesondere in Krisengebieten ging die Zahl der Tötungen zurück – laut RSF, weil immer weniger Reporter in solche Regionen reisen.

Auch die Corona-Pandemie habe massive Auswirkungen auf die Arbeit von Journalisten, erklärte Deloire. Zwar seien weniger Medienschaffende getötet worden. Der Druck auf Journalisten habe allerdings noch zugenommen. „Die Bedrohungen werden immer facettenreicher und sind immer schwieriger zu bekämpfen“, fügte er hinzu.

Der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) beklagte unterdessen, dass der vor sieben Jahren von der UNO-Generalversammlung beschlossene Welttag bisher „nichts gebracht“ habe. „Es wird notwendig sein, dass hier die Vereinten Nationen nicht nur einen Gedenktag einrichten, sondern gegen Staaten, die nichts gegen Morde an Journalistinnen und Journalisten unternehmen, Sanktionen einleiten“, forderte ÖJC-Präsident Fred Turnheim am Montag (2.11.) in einer Aussendung. Weiters sollten „Politiker, die zu Hetze und Mord an Journalisten aufrufen, vor dem Internationalen Gerichtshof für Menschenrechte angeklagt werden“.

APA/red

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