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Rewe: MERKUR wird BILLA Plus

Die Zusammenführung soll Doppelgleisigkeiten verhindern. Filial- oder Mitarbeiterabbau soll es keinen geben.
@ REWE Group

Visualisierung einer BILLA Plus Filiale

Beginnend mit April wird die Supermarktkette MERKUR aus der heimischen Handelslandschaft verschwinden und ab diesem Zeitpunkt unter dem Namen BILLA plus firmieren. Die Zusammenführung spare Rewe einen zweistelligen Millionenbetrag, der jetzt investiert wird.

„Wir verheiraten das Beste aus beiden Welten“, sagte Rewe-Österreich-Chef Marcel Haraszti. Das Merkur-Erlebnis bleibe aber, so der Rewe-Österreich-Chef. „Uns ist bewusst, dass es viele Merkur-Fans gibt. Das Leistungsspektrum bleibt aber erhalten“, so Elke Wilgmann, Vorstand BMÖ Consumer.

Bereits im Sommer 2020 wurden die einzelnen Betreiberfirmen zu BMÖ – BILLA-MERKUR-Österreich – verschmolzen, die Geschäftsführung zusammengelegt. Vom Einkauf über das Marketing bis hin zur Expansion sollen so Doppelgleisigkeiten vermieden werden.

Für die von der Zusammenführung der beiden Supermarktlinien betroffenen rund 200 Jobs in der Zentrale in Wiener Neudorf gab es einen Sozialplan. Weitere Arbeitsplätze sollen dort aber nicht mehr abgebaut werden. Was dort eingespart wurde, soll in die Märkte fließen. In den nächsten Jahren sollen 100 neue Filialen aufmachen. Zunächst muss aber der Name Merkur von sämtlichen Logos, Außenfassaden, Sackerln sowie der Arbeitskleidung verschwinden und in Billa Plus umgebrandet werden. Einen Zeitplan gebe es zwar, den wolle man aber nicht kommunizieren, sagte Haraszti. Start ist jedenfalls April.

Ausgebaut werden soll etwa das Bio-Sortiment. Eine neue Marke „BILLA Bio“ startet mit rund 130 Produkten. Die Biomarke Ja!Natürlich bleibt erhalten, ebenso BILLA Corso. Bis 2024 will Rewe im Supermarktbereich wieder die Nummer 1 in Österreich sein. Im Coronajahr 2020 hat Spar den deutschen Handelskonzern, der in Österreich mit Adeg, BILLA, Bipa, MERKUR und Penny vertreten ist, überholt. „Mir bereiten unzufriedene Kunden mehr Kopfzerbrechen als Marktanteile“, so Haraszti. Dementsprechend will er die undurchsichtig gewordenen Aktionen einfacher, klarer und kundenfreundlicher gestalten und die Eigenmarken attraktiver machen.

Das Coronajahr lief für Rewe sehr gut. „Es ist kein Geheimnis, dass wir profitiert haben“, sagte Haraszti. Rewe Österreich sei beim Umsatz um 6 Prozent gewachsen. Mehr Umsatz hieße aber nicht mehr Ertrag, räumte der Rewe-Manager ein. Investitionen in Sicherheit, Hygiene und Prämien hätten auch hohe Kosten verursacht.

MERKUR wurde 1969 gegründet und kam mit rund 10.000 Mitarbeitern auf einen Marktanteil von etwa 8,8 Prozent. Die Supermarktkette BILLA zählt 1.100 Filialen und rund 20.000 Beschäftigte.

 

APA/Red.

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