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„Rettet Britney!“

Doku „Framing Britney Spears“ geht den Gründen nach, die zur Entmündigung der Sängerin geführt haben könnten.
© instagram.com/britneyspears

Anfang 2008 hatte das Leben von Britney Spears eine verzweifelte Wendung genommen.

Die „New York Times“ hat einen heftig diskutierten Dokumentarfilm über Britney Spears produziert, der für allerlei Wirbel sorgt: „Framing Britney Spears“. Er macht den Anschein, dass die entmündigte 39-jährige Sängerin durch die Vormundschaft ihres Vaters Jamie Spears bereits seit 13 Jahren ihres Vermögens beraubt wird. „Free Britney!“ rufen ihre Fans in die Kamera. Ab 5. April auf Amazon Prime.

Die Doku kritisiert unter anderem den Boulevardjournalismus der Neunzigerjahre und die frauenfeindliche Kultur, die es laut „New York Times“ überhaupt erst ermöglichte, dass die Popsängerin ihre Autonomie verlor: Sie ist eine erfolgreiche 39-jährige Frau, die vom amerikanischen Gesetz her als unfähig angesehen wird, die Kontrolle über ihr eigenes Leben zu haben. Warum das so ist, dem versucht die Dokumentation nachzugehen. Ein weiblicher Fan sagt an einer Stelle: „Dies würde einem Mann in Amerika niemals passieren.“

Durch Interviews und Archivmaterial will die Doku das frauenfeindliche Medienklima veranschaulichen, in dem es anscheinend zulässig war, eine junge Frau bei einer Pressekonferenz zu fragen, ob sie noch Jungfrau ist.

Letzen Endes wirft der Film mehr Fragen auf, als er beantworten kann. An keiner Stelle hört man von der Sängerin selbst, und das gibt natürlich zu denken. Im Abspann heißt es: „Die ‚New York Times‘ hat versucht, Britney Spears direkt zu erreichen. Es ist unklar, ob sie die Anfragen erhalten hat.“ Dann meldete sich Britney Spears am 9. Februar selbst zu Wort und schrieb auf Instagram: „Vergesst nicht, egal was wir über das Leben einer Person zu wissen glauben, es ist nichts im Vergleich zu der tatsächlichen Person, die hinter der Linse lebt!!!!“

 

APA/Red.

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