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Relaunch bei der „Wiener Zeitung“

Neue Ressortstruktur und Veränderungen der Optik.
© Pixabay

Symbolbild

Die „Wiener Zeitung“ wurde einem Relaunch unterzogen. Ab 14.9.2019 erscheint die Zeitung in einem sanft erneuerten Design. Auffälligere Änderung ist die neue Ressortstruktur: Internationale und nationale Politik werden in einem „Buch“ zusammengefasst, es wird wieder ein eigenes Wirtschaftsressort eingeführt und das Feuilleton gestärkt. Die zweite Auflage der Zeitung wird Ende September gestrichen.

„Neuerungen ohne Investitionskosten“

Begonnen wurde mit der Neuaufstellung im Herbst 2018. In den vergangenen Monaten wurden die Arbeitsprozesse auf „digital first“ umgestellt, berichtete Chefredakteur Walter Hämmerle im Gespräch mit der APA. Ende August wurde ein Newsroom eröffnet, in dem sich die Redakteure um die Bespielung der Webseite kümmern.

Nun soll der interne Prozess auch nach außen sichtbar gemacht werden. Optisch wurde die Zeitung etwas „luftiger und aufgeräumter“ gestaltet. Die Europaflagge im Zeitungskopf wird entfernt – aus „ästhetischen Gründen“, wie Hämmerle betont. Die Neuerungen seien ohne Investitionskosten oder externe Berater durchgeführt worden. Für den neuen Newsroom seien etwa lediglich „drei Rigipswände versetzt“ worden.

Zweite Auflage wird gestrichen

Ab Ende September, also nach der Nationalratswahl, gibt es außerdem nur noch die erste Auflage der Zeitung, die um 19.00 Uhr in Druck geht, die zweite Auflage für den Großraum Wien wird gestrichen. E-Paper und Webseite werden auch weiterhin am Abend bespielt.

Das geschehe zwar aus Spargründen, habe aber auch einen bewussten Hintergrund. „Wir müssen nicht die ersten sein“, sagt Hämmerle. Er halte den „Druck zur Unmittelbarkeit“ im Journalismus für fatal. „Er brennt uns aus und versetzt unsere Leser in eine Atemlosigkeit.“ Ziel sei, von „Anfang an eine valide, seriöse Abschätzung vornehmen“ zu können. Auch gegen ein „Übermaß an Emotionen“ und ein Moralisieren wendet er sich. „Die Wiener Zeitung darf nicht more of the same machen“, sagt Hämmerle. „Wir sind nicht die Erzieher der Leser.“

 

APA/Red

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